Panorama
Der Frost kommt aus Finnland über Schweden nach Deutschland.
Der Frost kommt aus Finnland über Schweden nach Deutschland.(Foto: AP)
Mittwoch, 14. März 2018

Neue Kältewelle aus Nordosten: "Schweden-Schelle" kündigt sich an

Die nächste Kältewelle steht vor der Tür: Regen, Schnee und Kälte haben Deutschland zumindest in den kommenden Tagen wieder fest im Griff. Modelle sehen den Frühling sogar erst ab Mitte April durchstarten.

Da steht sie tatsächlich schon vor der Tür: die nächste Kältewelle. In den kommenden Tagen verstärkt sich das Skandinavienhoch "Irenäus" und übernimmt die Regie für das Wintercomeback. Denn dadurch wird nochmals sehr kalte Luft von Osten und Nordosten nach Deutschland geführt, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander sagte. Diese Luft stammt ursprünglich aus dem arktischen Seegebiet vor der russischen Doppelinsel Nowaja Semlja und erreicht die Bundesrepublik über den Landweg.

Da der Landweg über Finnland und das Baltikum führt, bieten sich für Alexander verschiedene skandinavische Synonyme an, die die Herkunft der Kaltluft umschreiben: Arktis-Alarm, Schweden-Schelle, Lappen-Lenz oder Polarer Punch sind einige von ihnen.

Dieser spätwinterliche Vorstoß könnte recht nachhaltig sein. Denn auch wenn noch größere Unsicherheiten bei den Wettermodellen bestehen, könnte auch die nächste Wetterwoche kalt bis nasskalt verlaufen. Zumindest aber wird es der Frühling weiterhin sehr schwer haben, sich durchzusetzen, wie Alexander ausführt. Manche Modelle sehen ein nachhaltiges Durchstarten des Frühlings erst ab Mitte April.

Wetterwoche im Überblick

Nach grauem Beginn dehnt sich im heutigen Tagesverlauf eine Wetterbesserung weiter aus. Die Sonne scheint öfter. Weiter ostwärts bleibt es hingegen überwiegend grau. Die Temperaturen erreichen in den östlichen und nördlichen Landesteilen maximal 3 bis 7 Grad. Richtung Westen und Südwesten sind es 10 bis 13 Grad - doch dann kommt die Kälte von Nordosten zurück.

Am morgigen Donnerstag klettert die Quecksilbersäule auf 2 bis 14 Grad. "Am Freitag wird es in der Mitte trüb und nasskalt, der Regen geht von Osten her bis in tiefe Lagen in Schnee mit Glätte über. An der Küste gibt es einen Mix aus Sonne und einzelnen Schneeschauern", sagt Alexander. Im Süden bilden sich in deutlich milderer Luft teils gewittrige Regenschauer. Die Temperaturen erreichen in der Nordhälfte bei starkem und kaltem Ostwind nur noch 0 bis 4 Grad, im Süden hingegen noch 7 bis 14 Grad.

Am Samstag scheint im Norden die Sonne. In der Mitte fällt zeitweise Schnee ebenso im Süden. Höchstwerte bei starkem und eisig kaltem Ostwind liegen nur noch zwischen minus 5 bis plus 5 Grad. Am Sonntag soll auch an den Alpen der Schneefall aufhören und es wird überall sonnig. Es bleibt weiterhin windig und kalt mit höchstens minus 6 bis plus 3 Grad. Nachts droht Frost zwischen minus 3 und minus 10, im Bergland Schnee bis minus 15 Grad.

Quelle: n-tv.de