Panorama

Von der Leyen verspricht Hilfe Schweres Erdbeben erschüttert Kroatien

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Viele Gebäude wurden stark beschädigt.

(Foto: imago images/Pixsell)

Wenige Dutzend Kilometer südlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb reißen am frühen Morgen starke Erdstöße Menschen aus dem Schlaf. Zum Glück gibt es keine Opfer. Mehrere Gebäude - darunter auch ein Krankenhaus - erleiden schwere Schäden. Viele Bewohner bangen um ihre Häuser.

Zwei schwere Erdstöße haben am Morgen in Kroatien die Region südlich von Zagreb erschüttert. Das Epizentrum lag etwa 60 Kilometer südöstlich der Hauptstadt, wie das staatliche kroatische Fernsehen HRT berichtet. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) gab die Stärken mit 5,2 und 5,0 an. An etlichen Gebäuden entstand Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt, teilten die lokalen Behörden mit.

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Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

(Foto: imago images/Pixsell)

Beschädigt wurde auch das Krankenhaus in der Landkreis-Hauptstadt Sisak. Einige Patienten hätten deshalb in andere Zimmer verlegt werden müssen, erklärte Krankenhaus-Direktor Tomislav Dujmenovic dem Sender HRT. Covid-19-Patienten, die künstlich beatmet werden müssen, seien davon nicht betroffen gewesen. An mehreren weiteren Fassaden traten Risse auf. Dort war die Feuerwehr im Einsatz, um die Schäden abzusichern und den Bewohnern zu Hilfe zu kommen.

In der Stadt Petrinje wurde unter anderem das Rathaus beschädigt, wie Bürgermeister Darinko Dumbovic dem Sender N1 berichtete. Einige Gebäude hätten beträchtliche Schäden erlitten, sagte Dumbovic. Viele Menschen trauten sich deshalb nicht in die Häuser zurück.

Regierungschef Andrej Plenkovic besuchte gemeinsam mit Präsident Zoran Milanovic die Region. Laut Plenkovic war bei den Aufräumarbeiten auch das Militär im Einsatz. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte auf Twitter, die Kommission stehe mit Plenkovic und seiner Regierung in Kontakt und sei zur Hilfe bereit.

Der Balkan liegt auf einer großen tektonischen Bruchlinie. Die Region wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Erst im März hatte ein Erdbeben der Stärke 5,4 in Zagreb große Schäden angerichtet. Eine Jugendliche war gestorben, mehr als zwei Dutzend Menschen waren verletzt worden. Von der berühmten Kathedrale im Zentrum der Stadt war eine Kirchturmspitze herabgestürzt. Experten gaben den Schaden durch dieses Erdbeben mit 5,5 Milliarden Euro an.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa/AFP

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