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Geschwister am Dach der Welt Sherpas stellen neuen Everest-Rekord auf

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Die höchste Erhebung der Erde, hier von der tibetischen Seite aus: Lhakpa Sherpa ist die Frau mit den meisten Everest-Besteigungen - dabei arbeitet sie eigentlich in einem Supermarkt.

picture alliance / dpa

Den höchsten Gipfel der Welt zu erklimmen, davon träumen viele Bergsteiger. Die Besteigung des Mount Everest ist für ein nepalesisches Geschwisterpaar dagegen fast schon Routine. Zusammengenommen schaffen sie es 31-mal an die Spitze.

Zwei nepalesische Sherpas haben die von ihnen selbst aufgestellten Rekorde für die meisten Besteigungen des Mount Everest gebrochen. Der professionelle Bergführer Kami Rita Sherpa erreichte die Spitze des 8848 Meter hohen Berges zum 22. Mal, wie das Tourunternehmen Seven Summit Treks mitteilte. Die Supermarktverkäuferin Lhakpa Sherpa bestieg den Everest zum neunten Mal, wie ihr Bruder berichtete.

Kami Rita ist mit 22 Aufstiegen der Mann mit den meisten Gipfelerfolgen am höchsten Berg der Erde, Lhakpa Sherpa ist mit neun Aufstiegen Rekordhalterin bei den Frauen. Die beiden Bergsteiger erreichten den Gipfel dabei zuletzt von gegenüberliegenden Seiten: Während Kami Rita die wesentlich häufiger genutzte Süd-Route von der nepalesischen Seite aus nutzte, wählte Lhakpa Sherpa den Weg über die nördliche Route von Tibet aus.

Kami Rita gelangte zum ersten Mal 1994 als Mitglied einer kommerziellen Expedition auf den Gipfel des höchsten Berges der Welt. Der 48-Jährige arbeitet seit mehr als 20 Jahren als professioneller Bergführer.

Die 44 Jahre alte Lhakpa Sherpa ist die Tochter eines Yak-Hüters und arbeitete zunächst als Trägerin und Küchenhelferin bei Bergsteigerexpeditionen, bevor sie selbst mit dem Bergsteigen begann. Vor 16 Jahren zog sie in den US-Bundesstaat Connecticut, wo sie in einem Supermarkt arbeitet. Doch immer wieder zieht es sie zum Mount Everest. "Ich mache weiter, um andere nepalesische Frauen zum Bergsteigen zu ermutigen", sagte sie.

Derzeit halten sich hunderte Bergsteiger in den Lagern am Fuße des Mount Everest auf. Ende gibt es in der Regel ein schmales Zeitfenster günstiger Wetterbedingungen, in denen der kraftraubende Anstieg zum Gipfel vergleichsweise gefahrlos möglich ist.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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