Panorama

Chef soll täglich kontrollieren So soll 3G am Arbeitsplatz funktionieren

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Fünf Tests pro Woche benötigen ungeimpfte Arbeitnehmer, sofern sie nicht zuvor bereits Covid-19 hatten.

(Foto: dpa)

Künftig darf nur noch ins Büro, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Die Ampelparteien klären dazu nun noch offene praktische Fragen. Wo können sich Arbeitnehmer testen lassen? Und wer soll das alles wie genau kontrollieren?

Die Ampelparteien planen neue Regeln am Arbeitsplatz, um der vierten Corona-Welle Herr zu werden. So soll künftig 3G am Arbeitsplatz gelten, zudem wird wieder mehr Homeoffice ermöglicht. In einem aktualisierten Entwurf des künftigen Regelwerks werden die Pläne, die das Berufsleben betreffen, konkreter gefasst. Ein Überblick:

3G am Arbeitsplatz

Beschäftigte sollen Arbeitsstätten, an denen "physischer Kontakt" zu anderen nicht ausgeschlossen werden kann, nicht mehr ohne Impf-, Genesenen- oder tagesaktuellen Testnachweis (oder maximal 48 Stunden alten PCR-Test) betreten dürfen. Das Betretungsverbot soll nicht gelten für den Fall, dass Arbeitnehmer den Test direkt in der Firma machen.

Die Arbeitgeber sollen die Einhaltung der geplanten 3G-Regel am Arbeitsplatz täglich kontrollieren. Derzeit sind Unternehmen noch verpflichtet, zwei Tests pro Woche anzubieten. Zusätzlich gibt es seit Kurzem wieder einen kostenlosen Bürgertest pro Woche. Bei fünf Arbeitstagen müssen Nicht-Genesene ohne Impfung also voraussichtlich damit rechnen, zwei Tests pro Woche auf eigene Kosten zu machen.

Alle Arbeitgeber seien verpflichtet, die Einhaltung durch Nachweiskontrollen "täglich zu überwachen und regelmäßig zu dokumentieren", heißt es in dem Entwurf. Begründet wird das mit der großen Anzahl der Betriebe und der "begrenzten Kapazität der zuständigen Aufsichtsbehörden". Beschäftigte seien verpflichtet, einen entsprechenden Nachweis auf Verlangen vorzulegen.

Homeoffice-Pflicht

Auch die Pläne für die Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht werden konkreter. Sie entsprechen in etwa den Regelungen, die bis Juni dieses Jahres schon einmal galten: Beschäftigten mit "Büroarbeiten oder vergleichbaren Tätigkeiten" muss Homeoffice ermöglicht werden, es sei denn, betriebliche Gründe sprechen dagegen, etwa die Bearbeitung von Post, oder Waren- oder Materialausgabe. Die Beschäftigten müssen das Homeoffice-Angebot annehmen, es sei denn, die Arbeit ist zu Hause nicht möglich, weil es beispielsweise zu eng oder zu laut ist oder weil die nötige Ausstattung fehlt.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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