Panorama

"Kein Nachteil" für Studenten Sommersemester an Unis findet doch statt

Der Campus der Universität Göttingen. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild

Keine Menschenseele: der Campus der Universität Göttingen.

(Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild)

Noch sind Schulen und Unis geschlossen, und kein Mensch weiß, wie es weitergeht. Allerdings sind sich die Wissenschaftsminister der Länder einig: Im Sommer soll bundesweit wieder studiert werden - es werde zwar "ein ungewöhnliches, es soll jedoch kein verlorenes Semester werden".

Das Sommersemester an den Hochschulen soll in diesem Jahr trotz Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden. Darauf haben sich nach Angaben der Hamburger Bildungsverwaltung die Wissenschaftsministerien der Bundesländer verständigt. Man habe sich auf einen gemeinsamen Rahmen für die Ausgestaltung des Sommersemesters geeinigt. Der Lehr- und Forschungsbetrieb solle so weit möglich stattfinden, hieß es in einer Mitteilung. "Aus dem Umstand, dass Leistungen, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht erbracht werden können, soll den Studierenden kein Nachteil entstehen."

"Das Sommersemester 2020 wird ein ungewöhnliches, es soll jedoch kein verlorenes Semester sein", hieß es in einer Mitteilung der Kultusministerkonferenz KMK. Es werde angestrebt, für die Hochschulen die erforderlichen Rahmenbedingungen für einen möglichst reibungslosen Lehr- und Forschungsbetrieb im Sommersemester 2020 zu schaffen.

Wie die KMK weiter mitteilte, sollen die Vorlesungen an Universitäten und Fachhochschulen im kommenden Wintersemester einheitlich am 1. November beginnen. Die Bewertungsportale bei der Stiftung für Hochschulzulassung für das Wintersemester würden zudem frühestens am 1. Juli geöffnet, hieß es. Die Hamburger Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank von den Grünen sagte: "Die Hochschulen und die Studierenden brauchen jetzt Klarheit. Den Vorlesungsbeginn immer wieder zu verschieben, hilft da nicht."

Ziel sei es allerdings, dass die Lehrangebote zunächst möglichst umfangreich digital verfügbar seien. Zudem würden Bewerbungs- und Zulassungsfristen für das Wintersemester angepasst, um den veränderten Abiturprüfungszeiten Rechnung zu tragen. Konkrete Daten würden in den nächsten Wochen abgestimmt.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa