Panorama

"Geht bis in den Sommer hinein" Spahn: Nicht alle werden im Juni geimpft

Mehr als 18 Millionen Menschen in Deutschland sind bislang mindestens einmal geimpft. Gesundheitsminister Spahn geht jedoch davon aus, dass im Juni die Impfpriorisierung fallen wird - und sich alle Erwachsenen impfen lassen können. Allerdings dürfte dies noch eine Weile in Anspruch nehmen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Erwartungen gedämpft, dass bereits im Juni jedem Bürger ein Impfangebot gemacht werden kann. Die voraussichtliche Aufhebung der Priorisierung im Juni "heißt nicht, dass wir innerhalb von einer Woche gleich jedem einen Termin machen" und im Juni schon alle impfen können, sagte der CDU-Politiker. "Das wird bis in den Sommer hinein gehen müssen."

Gleichzeitig bekräftigte Spahn, dass die Betriebsärzte ab Juni in die Impfkampagne einbezogen werden. Wegen der verfügbaren Menge an Impfstoffen komme Deutschland dann in eine neue Phase, sagte Spahn. Ziel sei, das dann für alle "betriebliches Impfen im Alltag niedrigschwellig erreichbar" sei.

Bislang sind 18,5 Millionen Deutsche mindestens einmal geimpft, rund 7 Prozent haben den vollen Schutz. Bis Anfang Mai werde jeder vierte Bürger mindestens eine Immunisierung erhalten haben, erklärte Spahn. Dadurch sei es möglich, bereits im kommenden Monat die Priorisierungsgruppe 3 öffnen zu können. Zugleich wies der CDU-Politiker Berichte zurück, wonach in Deutschland fünf Millionen Impfdosen herumlägen: "Das tun sie nicht."

Aufruf zu weiteren Einschränkungen

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Spahn rief zum Inkrafttreten neuer bundesweit verbindlicher Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen zu weiteren Einschränkungen bei Kontakten auf. "Das ist hart, das fällt schwer, jedem von uns. Aber das ist für eine Übergangszeit notwendig", sagte Spahn. Es gehe darum, die dritte Corona-Welle zu brechen und dann gestützt auf mehr Tests auch mehr Bereiche öffnen zu können.

Spahn betonte, dass die am Freitag in Kraft getretenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz eine "Notbremse" seien. Dies sei also etwas, wo auch schon zuvor gebremst worden sein sollte. Vorgesehene nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen lägen auch schon seit Anfang März nach einem entsprechenden Bund-Länder-Beschluss im Instrumentenkasten. Spahn warnte zudem, die dritte Welle lasse sich nicht wegtesten und man könne auch nicht gegen sie animpfen.

Quelle: ntv.de, kst/dpa/AFP

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