Panorama

Aufruf zur Booster-Spritze Spahn holt sich Auffrischungs-Impfung

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Nach einer durchgemachten Infektion hatte sich Spahn im Mai mit Astrazeneca impfen lassen. Nun folgte ein Piks mit Biontech.

(Foto: picture alliance/dpa/Bundesgesundheitsministerium)

In Deutschland haben bereits 1,8 Millionen Menschen ihren Corona-Impfschutz mit einer zusätzlichen Impfung auffrischen lassen. Gesundheitsminister Spahn ist einer davon. Seine Impfung nutzt er - vor allem mit Blick auf die kalte Jahreszeit - für einen Appell an alle.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat zu Corona-Auffrischungsimpfungen aufgerufen - und sich selbst eine zusätzliche Spritze geben lassen. "Ich werbe dafür, dass viele andere das auch tun", erklärte der CDU-Politiker auf Twitter. "Boostern (verstärken) Sie Ihren Impfschutz für den Winter."

Am Mittwoch wurde mit erstmals mehr als 100.000 Auffrischungsimpfungen ein Tagesrekord erzielt, wie Spahn erläuterte. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) waren es 102.400, sodass nun 1,8 Millionen Menschen eine Impf-Verstärkung erhalten haben. Eine Auffrischung mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung wird seit September unter anderem Älteren, Risikogruppen, aber auch Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson angeboten.

Spahn bekam seine Auffrischungsimpfung nach Ministeriumsangaben mit dem Präparat von Biontech im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin. Im Mai hatte er sich nach einer vorherigen durchgemachten Corona-Infektion zunächst mit dem Mittel von Astrazeneca impfen lassen. Die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern (GMK) hatte im August beschlossen, dass auch Menschen, die nach einer Genesung einen Impfstoff von Astrazeneca oder Johnson & Johnson erhalten haben, eine Auffrischung mit Biontech oder Moderna angeboten werden kann. Dies gilt nach weiteren GMK-Beschlüssen ebenfalls für unter anderem Menschen ab 60 Jahren nach ärztlicher Beratung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Auffrischungen vorerst für Menschen ab 70, Pflegepersonal und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten, aber auch für Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen haben sowie für jene mit einem geschwächten Immunsystem. Die Impfverordnung sieht die Möglichkeit für Auffrischungsimpfungen grundsätzlich für alle vor, für die es zugelassene Impfstoffe gibt, wie das Ministerium erläuterte.

Insgesamt sind nach offiziellen Meldedaten inzwischen mindestens 55,3 Millionen Menschen oder 66,5 Prozent der Bevölkerung vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft. Zumindest eine erste Impfung bekommen haben mindestens 57,6 Millionen Menschen oder 69,3 Prozent aller Einwohner. Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Meldedaten nahelegen. Die regionalen Unterschiede sind weiterhin groß: In Bremen haben demnach mindestens 80,9 Prozent aller Einwohner zumindest eine Impfung bekommen, in Sachsen 58,9 Prozent.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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