Panorama

Tausende wollen in Madrid feiern Spaniens Corona-Inzidenz über 1000er-Marke

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Trotz besorgniserregender Inzidenzen wollen sich rund 7000 Menschen in Madrid versammeln und gemeinsam das neue Jahr begrüßen.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

In Spanien klettern die Corona-Inzidenzen auf ein besorgniserregendes Level und überschreiten sogar die 1000er Marke. In vielen Regionen des Landes gelten deshalb wieder strenge Regeln zur Eindämmung der Pandemie, in anderen - wie etwa in Madrid - gibt es derweil kaum Restriktionen.

Trotz einer hohen Impfquote von rund 80 Prozent verabschiedet Spanien das Jahr 2021 mit einer der höchsten Corona-Inzidenzen Europas. Die Zahl der neu erfassten Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen 24 Stunden kletterte auf 1086, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Damit wurde erstmals die 1000er-Marke überschritten.

Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert am Freitag bei 214,9. Mitte Oktober hatte Spanien noch einen Jahrestiefstwert von rund 18 verzeichnet. Die Behörden beteuern unterdessen, dass die Lage in den Krankenhäusern auch dank der hohen Impfquote weiterhin weitgehend unter Kontrolle sei, da das Vakzin in den meisten Fällen für eine Ansteckung ohne Symptome oder mit einem milderen Krankheitsverlauf sorge.

Zuletzt waren in Spanien 8,8 Prozent aller Krankenhausbetten sowie 19 Prozent aller Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Auch diese Zahlen klettern, aber eher langsam. Wegen der rapide steigenden Zahl der Fälle verkürzte Spanien diese Woche die Dauer der Isolation nach einer Ansteckung ohne Symptome und auch mit leichten Symptomen von zehn auf sieben Tage. Das gilt auch für nicht geimpfte Verdachtsfälle.

Kaum Restriktionen in Madrid

Die Reduzierung war von mehreren Regionalregierungen und Unternehmern gefordert worden. Damit will man Beeinträchtigungen der Grundversorgung etwa in den Krankenhäusern und im öffentlichen Verkehr verhindern.

Zur Eindämmung der Pandemie wurde landesweit die Maskenpflicht im Freien wieder eingeführt. In neun von 17 Regionen gelten 3G-Regel, Sperrstunden oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen, in anderen Orten, wie etwa in Madrid, gibt es derweil kaum Restriktionen. Trotz Corona wollen sich in der Hauptstadt rund 7000 Menschen auf dem Platz Puerta del Sol versammeln, um das neue Jahr bei der traditionsreichsten Silvester-Massenparty des Landes zu begrüßen.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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