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Wer braucht schon Klopapier Spanier horten Oliven und Wein

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Die Tapas-Bars bleiben noch bis mindestens Mitte April zu, die klassischen Snacks eignen sich aber auch für zu Hause.

(Foto: imago/Panthermedia)

Wenn man schon zum Hausarrest verdammt ist, will man es wenigstens nett haben. Während die Deutschen Mehl und Nudeln hamstern, setzen die Spanier mehr auf klassische Tapas: Oliven sind gefragt wie nie, auch Chips gehen gut. Und nebenbei explodiert der Umsatz von Bier und Wein.

Toilettenpapier ist in Spanien nicht mehr gefragt, die Regale in den Supermärkten sind voll. Dafür horten die Spanier jetzt allem Anschein nach Bier und Wein, Oliven, Kartoffelchips und Schokolade - oder sie konsumieren zur Bewältigung der strikten Ausgangssperre, die wegen der Corona-Krise seit dem 15. März im ganzen Land gilt, größere Mengen dieser Produkte.

Viel, viel größere Mengen. Nach einer Studie der Fachzeitschrift "Inforetail" kauften die Spanier vorige Woche fast 80 Prozent mehr Bier sowie gut 60 Prozent mehr Wein als in der Vorwoche. Bei den Oliven hätten sich die Verkaufszahlen bei einem Plus von fast 94 Prozent sogar fast verdoppelt. Hochkonjunktur haben auch Kartoffelchips, Schokolade, Speiseeis und Anchovis - mit Anstiegen zwischen 76 und 87 Prozent.

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Die Spanier, die in normalen Zeiten überall für volle Barterrassen sorgen, bauten "sich jetzt zu Hause ihre eigene Bar", kommentierte die Zeitung "El País". Olga Castanyer hat eine Erklärung für das sich ändernde Kaufverhalten der Spanier: die Beklemmung, die das Virus und das strikte Ausgangsverbot verursachen. "Man isst keine Steaks, wenn man viel Stress hat. Der Körper verlangt in so einer Situation nach Zucker und Fett", wurde die Psychologin von "El País" zitiert. Sie räumt ein: "Auch ich verabrede mich jetzt über Skype mit meinen Freundinnen, um ein paar Bierchen zu trinken."

Quelle: ntv.de, ino/dpa