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Doch keine Biogase Sprengstoff verursachte Explosion in Ningbo

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Die Explosion auf einem verlassenen Industriegrundstück brachte am Sonntag Tod und Verwüstung.

(Foto: picture alliance / -/COLOR CHINA)

Die Explosion im chinesischen Ningbo vom Sonntag ist doch nicht von Biogasen in einer Klärgrube ausgelöst worden. Die Polizei verhaftet nun einen Verdächtigen, der offenbar illegalen Sprengstoff entsorgen wollte. Zwei Menschen starben, 19 wurden verletzt.

Die tödliche Explosion in der chinesischen Hafenstadt Ningbo wurde nach neuen Erkenntnissen durch das Hantieren mit illegal hergestelltem Sprengstoff verursacht. Die Detonation habe sich am Sonntag bei dem Versuch ereignet, das explosive Material zu entsorgen, teilte die Polizei mit.

Eine vorsätzliche Tat schlossen die Ermittler aus. Der Polizei vermutet, dass ein unvorsichtiger Umgang mit dem Sprengstoff zu dessen Explosion geführt hat. Am Vortag waren die Behörden noch davon ausgegangen, dass sich Gase in einer Klärgrube auf dem Gelände entzündet hatten.

Gegen den 33-jährigen Verdächtigen wurde bereits zuvor wegen der Herstellung und des Verkaufs von Sprengstoff gefahndet. Am Sonntag habe er das verbotene Material loswerden wollen und ein oder zwei Verwandte mit dessen Zerstörung beauftragt, erklärte die Polizei. Dazu wurde ein verlassenes Grundstück im Industriegebiet der Stadt genutzt.

Der Mann wurde festgenommen. Zu welchem Zweck er den Sprengstoff hergestellt hatte, wurde nicht mitgeteilt. Durch die mächtige Explosion waren zwei Menschen getötet und mindestens 19 weitere verletzt worden. Mehrere umliegende Gebäude stürzten ein.

Quelle: n-tv.de, fhe/AFP

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