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"Hochgradig" explosiv Sprengstofffund in Wohnhaus löst Großeinsatz aus

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Mehr Details - wie die Identität des Festgenommenen oder die Art des Sprengstoffes - gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Verängstigte Bürger, die in der Dunkelheit ihre Häuser verlassen müssen - der Grund: Sprengstoffalarm. Polizei, Feuerwehr und Sprengstoffexperten rücken in Igel nahe Trier bei strömenden Regen an und werden fündig.

Ein Sprengstofffund im Keller eines Wohnhauses hat in Rheinland-Pfalz einen nächtlichen Großeinsatz ausgelöst. Mehr als 150 Anwohner wurden am Mittwochabend in Sicherheit gebracht, ehe der "hochgradig explosionsgefährliche" Sprengstoff aus dem Gebäude geschafft werden konnte, wie die Polizei mitteilte.

Die Polizei hatte das Haus in der rheinland-pfälzischen Gemeinde nahe der Grenze zu Luxemburg  "im Rahmen polizeilicher Ermittlungen" durchsucht, wie das Polizeipräsidium Trier erklärte. Nach dem Fund von Sprengstoff im Keller wurde ein Experte des Landeskriminalamtes hinzugezogen.

Polizei, Feuerwehr und Sprengstoffexperten rückten im strömenden Regen in Igel an - einem kleinen Ort an der Mosel. Die Beamten nahmen eine Person fest, die etwas mit dem gehorteten Sprengstoff zu tun haben könnte. "Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist ein politisch motivierter Hintergrund der handelnden Personen auszuschließen", teilte die Polizei mit.

Etwa 100 Menschen kamen in einer Turnhalle unter, wo sie von Helfern versorgt wurden, wie die Polizei weiter mitteilte. Erst als die Spürhunde in dem Gebäude nicht mehr anschlugen, konnten die Bewohner zurück in ihre Häuser. Etwa gleichzeitig waren auch die gesperrten Straßen wieder frei. Fast 200 Kräfte waren stundenlang im Einsatz.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP

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