Panorama

138 Todesopfer im Ahrtal Staatsanwaltschaft prüft fahrlässiges Handeln

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Die Zerstörungen des Hochwassers waren im Ahrtal besonders groß.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Von der Hochwasserkatastrophe vor wenigen Wochen ist das Ahrtal besonders betroffen. Nach Berichten, dass lokale Verantwortliche vor den Fluten gewarnt worden seien, aber nicht reagierten, prüft die Staatsanwaltschaft nun ein Ermittlungsverfahren. Es geht unter anderem um fahrlässige Tötung.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nach der Unwetterkatastrophe im Ahrtal. Es gebe den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung infolge möglicherweise unterlassener oder verspäteter Warnungen oder Evakuierungen, teilte die Behörde mit. In die Prüfung würden neben Presseberichten auch Feststellungen aus Todesermittlungsverfahren und weitere polizeiliche Hinweise einbezogen.

Es lägen inzwischen auch polizeiliche Erkenntnisse zum Tod von zwölf Menschen in einer Betreuungseinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Sinzig vor, hieß es weiter. Diese würden daraufhin ausgewertet, ob sich aus ihnen der Anfangsverdacht von Straftaten ergebe.

Nach den Unwettern und dem darauf folgenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern Mitte Juli wurden inzwischen mehr als 180 Todesopfer registriert. Das rheinland-pfälzische Ahrtal war von der Katastrophe besonders betroffen. Dort starben bisher 138 Menschen, 26 weitere sind nach wie vor vermisst. 106 der Opfer konnte die Polizei mittlerweile identifizieren.

Am Wochenende berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dass der Landkreis Ahrweiler offensichtlich in der Nacht vor der Flutkatastrophe vom Landesumweltamt gewarnt worden sei, darauf aber nicht rechtzeitig reagiert habe.

Quelle: ntv.de, als/AFP/dpa

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