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"Soll 1000 Jahre halten" Stararchitekt plant neue Brücke für Genua

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Bei dem Brückeneinsturz in Genua im August kommen 43 Menschen ums Leben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die eingestürzte Brücke in Genua soll durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Für den Bau fühlt sich der genuesische Stararchitekt Renzo Piano berufen. Bei der Vorstellung seiner Pläne kommt es jedoch zu einem peinlichen Missgeschick.

Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua will der in der Stadt geborene Stararchitekt Renzo Piano eine neue Brücke errichten. "Die Brücke soll 1000 Jahre halten und aus Stahl sein", sagte Piano bei der Vorstellung seiner Pläne in der norditalienischen Hafenstadt. Es dürfe nun nichts überstürzt werden, betonte er. Der Präsident der Region Ligurien, Giovanni Toti, sagte dagegen, "spätestens im November" 2019 solle die Stadt einen Ersatz für den eingestürzten Polcevera-Viadukt haben.

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Der Stararchitekt Renzo Piano stammt selbst aus Genua.

(Foto: REUTERS)

Bei dem Einsturz der Morandi-Brücke am 14. August waren 43 Menschen ums Leben gekommen. Für jedes Opfer soll es laut Piano eine Lampe an dem Viadukt geben. Das Bauwerk solle jedoch kein "Monument für die Gefallenen" werden, betonte er. Der 80-jährige Architekt gab an, dass die Brücke "sicher und leicht zu warten" sein werde. Demnach soll sie die ganze Stadt repräsentieren und Ähnlichkeiten mit einem Schiff haben. Für die Baukosten werde der Betreiber Autostrade per l'Italia (Aspi) aufkommen.

Genuas Bürgermeister Marco Bucci kündigte zudem einen internationalen Wettbewerb für die Wiedererrichtung des bei der Brückenkatastrophe teilweise zerstörten Stadtteils an. "Wir wollen die Tragödie in eine große Chance für Genua verwandeln. Am Ende wird die Stadt noch schöner sein als vorher." Für den Abriss der Brückenreste müssen einige darunterliegende Häuser zerstört werden.

Bei der Präsentation der Neubaupläne kam es zu einer kleinen Panne: Das Miniaturmodell fiel um und zerbrach in seine Einzelteile. Ausgerechnet Aspi-Chef Giovanni Castellucci hatte es aus Versehen umgeworfen. Gegen Aspi sowie 20 Personen ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft in Genua - unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Geklärt werden muss, ob Warnungen zum Zustand der Brücke ignoriert wurden.

Quelle: n-tv.de, cri/AFP/dpa

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