Panorama

Neun Menschen sterben in Erdloch Straßenkrater in China verschluckt Bus

128445318.jpg

In China kommt es wegen Baumängeln immer wieder zu Erdfällen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor einem Krankenhaus in der chinesischen Großstadt tut sich plötzlich die Erde auf. Der Straßenkrater verschluckt mehrere Passanten und einen vollbesetzten Bus. Videos zeigen, wie es daraufhin im Erdloch zu einer Explosion kommt. Neun Menschen sterben - noch immer werden vier weitere vermisst.

Ein Bus voller Menschen und mehrere Passanten sind in China von einem plötzlich aufgerissenen Krater in einer Straße verschluckt worden. Bei dem Unglück in der chinesischen Großstadt Xining starben Staatsmedien zufolge neun Menschen. Der plötzliche Erdfall habe sich auf einer viel befahrenen Straße ereignet, berichtete der chinesische Fernsehsender CCTV. Vier Menschen würden noch vermisst.

Der Krater in der Hauptstadt der nordwestlichen Provinz Qinghai hatte sich plötzlich vor einem Krankenhaus geöffnet und einen vorbeifahrenden Bus sowie mehrere Passanten verschluckt. In von CCTV und der Nachrichtenagentur China News Service veröffentlichten Videoaufnahmen war zu sehen, wie an einer Bushaltestelle vor dem Krankenhaus Panik ausbrach. Menschen versuchten zu flüchten, als die Straße vor ihnen plötzlich einbrach. Der Bus stürzte fast vertikal in das Erdloch.

Auch mehrere Passanten verschwanden in dem Erdloch, darunter offenbar auch ein Kind. In dem Krater ereignete sich den Videobildern zufolge eine Explosion. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, es gebe neun Todesopfer. 16 Menschen wurden laut CCTV verletzt, ihr Zustand sei jedoch "stabil".

An den Bergungsarbeiten rund um das 80 Kubikmeter große Loch beteiligten sich mehr als tausend Einsatzkräfte. Zur Einsturzursache wurden Ermittlungen eingeleitet. In China gibt es wegen Baumängeln immer wieder plötzliche Erdfälle. 2013 kamen in der südlichen Metropole Shenzhen fünf Menschen ums Leben, als sich in einem Industriegebiet plötzlich ein zehn Meter breiter Krater öffnete.

Quelle: ntv.de, agr/AFP