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Entwarnung nach "Zwischenfall" Streit löst Massenpanik in London aus

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Die Massenpanik ist nach Erkenntnissen der Polizei durch einen Streit zweier Männer ausgelöst worden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Angst vor einem Terroranschlag erfasst London: Im Zentrum der britischen Hauptstadt bricht am U-Bahnhof "Oxford Circus" Panik aus. Schwer bewaffnete Polizisten sperren die Umgebung ab. Erst Stunden später geben die Behörden vorsichtig Entwarnung.

Im Zentrum von London hat es nach Polizeiangaben am Nachmittag einen "Zwischenfall" an der zentral gelegenen U-Bahnstation "Oxford Circus" gegeben. Zeitweise brach Beobachtern zufolge Panik aus. Die Behörden riefen Passanten dazu auf, in den umliegenden Geschäften Schutz zu suchen und das gesamte Areal zu meiden.

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Die Massenpanik ist nach Erkenntnissen der Polizei durch einen Streit zweier Männer ausgelöst worden. "Unsere Beamten glauben, dass zwischen zwei Männern auf dem Bahnsteig ein Streit ausgebrochen war", teilte die Polizei nach Angaben der britischen Medien mit. Die Behörden veröffentlichten eine Videoaufzeichnung der beiden unbekannten Männer und riefen sie auf, sich zu melden.

Die Londoner Polizei stufte den Vorfall eigenen Angaben zufolge zeitweise als "möglichen Terrorfall" ein. Am Abend hieß es jedoch, es gebe keine Belege dafür, dass tatsächlich - wie zunächst befürchtet - Schüsse gefallen seien. Allerdings zogen sich mehrere Personen beim Verlassen der Station Verletzungen zu, wie die Transportpolizei am späten Abend mitteilte. Neun Verletzte wurden von Sanitätern zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Die Straßen rund um den Einsatzort blieben über Stunden hinweg abgesperrt. Der Nahverkehr im Zentrum Londons kam dadurch teilweise zum Erliegen. Neben Spezialkräften der verschiedenen Londoner Polizeibehörden und zahlreichen Rettungssanitätern war auch die Londoner Feuerwehr mit mehreren Wagen im Einsatz.

Unsicherheit und Hektik hielten vor Ort über Stunden an. "Die Lage ist total unübersichtlich", beschrieb ein Augenzeuge die Situation am Nachmittag. "Niemand weiß hier, was los ist. Eben sind alle Menschen in die eine Richtung geflüchtet, jetzt rennen Dutzende in die andere Richtung." In vielen Geschäften und großen Einkaufsmärkten hielt das Sicherheitspersonal die Eingangstüren zunächst verschlossen. Polizisten durchkämmten die U-Bahnstation und die angrenzenden Geschäftszeilen.

Fehlalarm in London?

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Sicherheitsmaßnahmen wie bei einem Terroranschlag: Schwer bewaffnete Einsatzkräfte riegeln die Umgebung ab.

(Foto: REUTERS)

Die Polizei teilte mit, dass gegen 16.37 Uhr Notrufe eingegangen seien, in denen von "Schüssen" die Rede war. Daraufhin seien schwer bewaffnete Einsatzkräfte ausgerückt, um die U-Bahnstation zu sichern. Bis zum Abend - gut zwei Stunden nach den ersten Alarmmeldungen - tappten die Ermittler bei der Suche nach dem Auslöser der Massenpanik noch immer im Dunkeln.

Erst nach Stunden konnten die Behörden vorsichtig Entwarnung geben. Die U-Bahnstation Oxford Circus und die Nachbarstation Bond Street wurden gegen 19.00 Uhr (MEZ) wieder geöffnet. Alle Züge würden wieder dort halten, teilte die zuständige Behörde am Abend mit.

Im Herzen der Hauptstadt

Was genau das Chaos und die Panik in der Londoner Innenstadt auslöste, dürfte nun Gegenstand umfangreicher Ermittlungen werden. Spezialisten von Scotland Yard haben sich in den Fall eingeschaltet. Im Umfeld der beiden Stationen befinden sich zahlreiche Geschäfte. Vor dem anstehenden Wochenende waren die Straßen rund um die Station Oxford Circus besonders stark frequentiert.

Die Station liegt an der weltberühmten Oxford Street, die als eine der umsatzstärksten Einkaufsmeilen der Welt gilt. Der Straßenzug, der rund eineinhalb Kilometer nördlich des Buckingham-Palasts verläuft, verbindet den Hydepark im Westen der Millionenmetropole mit dem historischen Stadtkern, der City of London.

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Quelle: n-tv.de, mmo/uzh/dpa

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