Panorama

Eine Busfahrt, die ist lustig … Studentin jodelt aus verriegeltem Laderaum

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Im Laderaum solch eines Intercity-Busses musste die Studentin eine Stunde lang ausharren.

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Es hätte eine ganz normale Busfahrt werden können. Wurde es aber nicht, denn eine junge Studentin ist eine Stunde lang im Gepäckraum eingesperrt. Über die App "Jodel" teilt die 21-Jährige live ihre Geschichte.

Es klingt wie eine schlechte Komödie: Anstatt auf ihrem reservierten Sitzplatz die Busfahrt zu verbringen, sperrt ein ahnungsloser Busfahrer Anfang der Woche versehentlich eine Studentin im Laderaum ein. Dem ORF zufolge verbringt sie rund 60 Kilometer Busfahrt in ihrem ungewollten, privaten Abteil. Medienberichten zufolge kann sie erst nach einer Stunde bei der ersten Pause auf sich aufmerksam machen. Über die App "Jodel" schildert sie den Vorfall den ungläubigen Usern.

Alles beginnt damit, dass die junge Frau vor Abfahrt im österreichischen Klagenfurt ihr Gepäck verstauen möchte. Um abzusichern, dass sich alles an Ort und Stelle befindet, klettert sie in den Laderaum des Busses - ein großer Fehler, denn niemand bemerkt sie dabei. Der nichtsahnende Busfahrer schließt die Ladeklappe und damit die 21-jährige Studentin ein.

Während der Fahrt klopft die junge Frau immer wieder an die Außenwände des Laderaums. Doch keiner der anderen Fahrgäste hört sie. Immerhin scheint sie dort eine gute Internetverbindung zu haben. Über die App "Jodel" teilt sie ihre missliche Lage und bittet andere Jodler um Hilfe. So lautet die erste Meldung "Ich bin im ÖBB [Österreichische Bundesbahnen]-Bus hinten beim Gepäck eingesperrt, weil er schon losgefahren ist, als ich mein Zeug reintun wollte. Was soll ich tun?" Passend dazu veröffentlicht sie ein Foto von ihrer Aussicht.

Während sich manche Jodler über das Missgeschick lustig machen und Kommentare wie "#schwarzfahrer" posten, erhält sie den Hinweis, die Polizei anzurufen. Der Anruf dort bringt jedoch keinen Erfolg. Die Beamten können die Telefonnummer vom Fahrer nicht ausfindig machen und auch das Bus-Unternehmen kennt die Nummer nicht.

Nach einer Stunde endet die Odyssee in der Gemeinde Wolfsberg - dem ersten planmäßigen Halt nach 60 Kilometern. Der Busfahrer bemerkt das Klopfen der Studentin und befreit sie schließlich aus ihrer misslichen Situation. Die Fahrt kann sie auf ihrem Sitzplatz fortsetzen. Besonders pikant: Die Frau hätte sich selbst befreien können. Wie sich herausstellt, ist zwischen Gepäckraum und Innenbereich des Busses eine Durchreiche vorhanden – die von beiden Seiten problemlos geöffnet werden kann.

Quelle: n-tv.de, ftö

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