Panorama

Zwei Tote und Rekordwellen Sturmtief "Gloria" wütet in Ostspanien

128666605.jpg

Wegen der Unwetterfront mussten zahlreiche Häfen geschlossen werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Acht Meter hohe Wellen, massive Regen- und Schneefälle: Im Osten Spaniens wütet das heftigste Unwetter aller Zeiten. Sturmtief "Gloria" fordert bereits seine ersten Opfer.

Schnee und Unwetter haben im Osten Spaniens Stromausfälle, Zugverspätungen und Rekordwellen ausgelöst. Besonders betroffen von Sturmtief "Gloria" waren die Regionen rund um die Küstenstadt Valencia und die Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca.

In der Gemeinde Gandia nahe Valencia sei ein 54-jähriger Obdachloser in der Nacht offenbar erfroren, berichteten spanische Medien. In Nordspanien war bereits am Sonntag ein Mann ums Leben gekommen, als er Schneeketten aufziehen wollte und dabei von einem Kleintransporter erfasst wurde. Der Fahrer hatte auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über den Lieferwagen verloren.

An der Küste der Insel Dragonera südwestlich von Mallorca wurden laut staatlichem Wetterdienst Aemet Rekordwellen von knapp acht Metern gemessen - der bisherige Höchstwert lag dort bei sechs Metern, die im Januar 2017 verzeichnet wurden. Auf Mallorca selbst fielen an manchen Orten innerhalb von 24 Stunden um die 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Mehrere Bäche traten über die Ufer.

Wegen der Unwetterfront mussten zahlreiche Straßen vorübergehend gesperrt und Häfen geschlossen werden. In Alicante waren 20.000 Menschen zeitweise ohne Strom. In Dutzenden Gemeinden rund um Valencia blieben die Schulen geschlossen. Meteorologen von Aemet hatten bereits seit dem Wochenende in Teilen des Landes vor Windböen von bis zu 130 Stundenkilometern gewarnt.

Quelle: ntv.de, swa/dpa