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Für Vergewaltigung eines Kindes Susanna-Mörder Ali B. zu Haftstrafe verurteilt

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Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Ali B. nicht nur die Schülerin Susanna umbrachte, sondern auch ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt hat.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ali B. sitzt bereits für den Mord an der Jugendlichen Susanna im Gefängnis. Das Landgericht Wiesbaden fällt nun das Urteil für eine weitere Tat des Irakers und ist überzeugt: Der 22-Jährige vergewaltigte ein elfjähriges Mädchen.

Der Mörder der Mainzer Schülerin Susanna ist auch in einem Prozess um die Vergewaltigung einer Elfjährigen verurteilt worden. Das Landgericht Wiesbaden verhängte gegen den 22-jährigen Iraker Ali B. sieben Jahre und sechs Monate Haft. Die Kammer entschied zudem, die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach dem Ende der Haftzeit vorzubehalten. Der Mitangeklagte, ein 15-jähriger Afghane, wurde zu vier Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe verurteilt.

Seit März war gegen B. und den 15-jährigen Mansoor Q. vor der Jugendschutzkammer verhandelt worden. Die Anklage warf B. und Q. vor, die Elfjährige im April und Mai 2018 vergewaltigt zu haben. B. war wegen Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauchs in zwei Fällen angeklagt, Q. wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs in einem Fall.

Das Opfer sei durch die Taten "schwer traumatisiert" worden, sagte die Nebenklageanwältin Barbara Sauer-Kopic vor Beginn der Verhandlung. Das Mädchen habe im Prozess wegen ihrer posttraumatischen Belastungsstörung nicht aussagen können. Die Vernehmungsunfähigkeit ihrer Mandantin sei allerdings durch mehrere Gutachten der Verteidigung in Zweifel gezogen worden, sagte Sauer-Kopic. Insgesamt sei es ein "unschöner Prozess" gewesen, fügte die Anwältin hinzu.

B. war im Juli wegen Vergewaltigung und Mordes an Susanna zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Damals stellten die Richter auch die besondere Schwere der Schuld fest, was eine frühzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt.

B. bestreitet Vergewaltigung

Zum Prozessbeginn hatte B. im damaligen ersten Prozess ein Teilgeständnis zur Tötung Susannas abgelegt, die Vergewaltigung aber bestritten. Eine Woche nach der Urteilsverkündung legte er Revision gegen die Entscheidung ein, über die der Bundesgerichtshof bislang nicht entschied.

B. und Susanna hatten sich erst wenige Monate vor der Tat kennengelernt. In der Tatnacht Ende Mai 2018 vergewaltigte und erwürgte B. die Schülerin nach Ansicht der Strafkammer. Erst rund zwei Wochen später fand die Polizei nach einem Tipp von Q. die verscharrte Leiche an einem Bahndamm in Wiesbaden.

Ali B. war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Deutschland. Er war mit seiner Familie in den Nordirak geflohen, wo ihn kurdische Sicherheitskräfte auf Bitten der Bundespolizei festnahmen. Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, begleitete die Rückholung von B. aus dem Irak persönlich.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa/AFP

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