Panorama

Mann beim Schwarzfahren erwischt Tatverdächtiger von Köln durch Zufall gefasst

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(Foto: dpa)

Bei einer Fahrkartenkontrolle erwischen Polizisten einen Marokkaner. Beim Datenabgleich stellt sich heraus, dass der junge Mann polizeilich gesucht wird - in Zusammenhang mit den sexuellen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht. Er sitzt bereits in U-Haft.

Etwa vier Monate nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht haben Polizisten in Kevelaer in Nordrhein-Westfalen einen weiteren Verdächtigen gefasst. Der 24-jährige Marokkaner sei ursprünglich im Zuge von Ermittlungen wegen Schwarzfahrens ins Visier geraten, teilte die Bundespolizei in Kleve mit. Bei der internen Überprüfung sei dann festgestellt worden, dass er wegen Taten aus der Silvesternacht gesucht wurde.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung bei dem Mann seien bereits am vergangenen Mittwoch zwei Mobiltelefone beschlagnahmt worden. Der Verdächtige sei nach Abschluss der Arbeit der Bundespolizei an das Polizeipräsidium in Köln überstellt worden. Dieses führt die Ermittlungen zu den Silvesterübergriffen. Nach Angaben der Bundespolizei ordnete ein Richter bereits Untersuchungshaft gegen ihn an.

Dem 24-Jährigen wird zur Last gelegt, für mindestens einen sexuellen Übergriff verantwortlich gewesen zu sein und dabei das Mobiltelefon des Opfers entwendet zu haben. In der Silvesternacht war es rund um den Kölner Hauptbahnhof zu zahlreichen sexuellen Übergriffen und anderen Straftaten wie Diebstahls- und Raubdelikten gekommen. Der überwiegende Teil der Täter soll dabei aus Staaten der nordafrikanischen Region stammen.

Die Kölner Staatsanwaltschaft führt über 150 Verfahren. Mehr als zehn Verdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft. Einige Täter verurteilte das Kölner Amtsgericht bereits wegen Diebstählen. Verurteilungen wegen Sexualstraftaten gab es bislang nicht.

Quelle: ntv.de, ppo/AFP