Panorama
An Versorgungsstationen wird Wasser in Flaschen verteilt.
An Versorgungsstationen wird Wasser in Flaschen verteilt.(Foto: Thames Water/Twitter)
Montag, 05. März 2018

Versorgungschaos in London: Tausende Haushalte ohne Wasser

Erst Eiseskälte, dann Tauwetter - das machen viele Wasserleistungen in London nicht mit. In Teilen der Stadt sitzen die Bewohner nach Rohrbrüchen schon seit Samstag auf dem Trockenen.

Geplatzte Rohre haben in Großbritannien für massive Probleme mit der Wasserversorgung gesorgt. Allein in London waren bis Sonntagabend knapp 20.000 Haushalte ohne fließendes Wasser, berichteten die Agentur PA und der Sender BBC unter Berufung auf die Wasserwerke. Bei vielen kommt das Wasser, wenn überhaupt, dann nur mit sehr wenig Druck aus der Leitung. Zahlreiche Schulen kündigten daher für Montag an, dass der Unterricht ausfallen werde.

An mehreren Orten Londons wurden Versorgungspunkte für Trinkwasser eingerichtet, da Trinkwasser in vielen Supermärkten schnell ausverkauft war. Über die Auswirkungen in anderen Landesteilen lagen vorerst keine Angaben vor. Eisige Temperaturen hatten in den vergangenen Tagen landesweit für vereiste und geplatzte Wasserrohre gesorgt, die Lecks machen sich erst jetzt beim Auftauen bemerkbar. Im Londoner Viertel Hampstead ist laut dem Versorger Thames Water außerdem ein Reservoir ausgelaufen. Man sehe sich einer nie dagewesenen Wassernachfrage gegenüber.

Laut BBC können viele Kunden ihre Schäden gar nicht melden, weil die Servicenummer nicht zu erreichen ist. Hunderte Betroffene machen ihrem Ärger auf Twitter Luft und wollen wissen, wann das Wasser bei ihnen wieder fließt. Solche konkreten Informationen sind derzeit aber nicht zu bekommen. Man arbeite "so schnell wie möglich", heißt es dazu in einem Statement der Wasserwerke. Alle Haushalte, die Wasser haben, sollten den Verbrauch  demnach auf das Nötigste beschränken. Ein sparsamer Umgang mache einen "großen Unterschied".

Quelle: n-tv.de