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Waffengesetze in der Debatte Texas-Schütze tötet sieben Menschen

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Der Täter, der vor der Polizei in einem Postauto floh, ist von den Einsatzkräften erschossen worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im US-Bundesstaat Texas schießt ein 30-Jähriger plötzlich um sich. Erst ist von fünf Todesopfern und 20 Verletzten die Rede. Nun berichtigt die Polizei die Zahl. Die Bevölkerung debattiert wieder lauter über das geltende Waffengesetz.

Nach einer Verkehrskontrolle im US-Bundesstaat Texas hat ein Schütze scheinbar wahllos das Feuer eröffnet. Sieben Menschen wurden getötet und rund 20 Personen verletzt, wie der örtliche Fernsehsender Kosa berichtete. Unter den Verletzten war auch ein 17 Monate altes Baby, dem der Täter ins Gesicht geschossen hatte. Der Schütze, ein etwa Mitte 30 Jahre alter Weißer, wurde von Polizisten erschossen. Die Polizei hatte zunächst von fünf Todesopfern gesprochen.

Der Vorfall erneuerte in den USA auch wieder die Debatte um schärfere Waffengesetze. Der Angriff hatte laut Polizei mit einer normalen Verkehrskontrolle zwischen den Orten Midland und Odessa begonnen, bei der der Verdächtige plötzlich das Feuer auf einen Polizisten eröffnete. Danach sei er nach Odessa gefahren, habe weiter um sich geschossen, sein Auto abgestellt und einen Lieferwagen der Post gekapert. Die Polizei stellte ihn auf dem Parkplatz eines großen Kinos. Das Tatmotiv war auch Stunden nach dem Verbrechen unklar. Auch drei Polizisten wurden verletzt.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Justizminister William Barr habe ihn über den Vorfall informiert. Auch die Bundespolizei FBI befasse sich mit dem Fall. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, verurteilte den Zwischenfall als "sinnlosen und feigen Angriff". Er werde nicht zulassen, dass Texas von "Hass und Gewalt" überzogen werde, erklärte er.

"Müssen Epidemie ein Ende setzen"

In den USA, wo Waffen meist sehr leicht zu kaufen sind, kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Schützen in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten auf Passanten feuern. Erst Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren Blutbäder angerichtet - insgesamt wurden damals 31 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Gewaltverbrechen in El Paso und Dayton führten zu neuen Debatten über das Waffenrecht in den USA und dessen Reform.

Zahlreiche Politiker forderten nun erneut eine drastische Verschärfung der Regeln für den Verkauf von Schusswaffen. Der führende Präsidentschaftsbewerber der Demokraten, Joe Biden, erklärte: "Es reicht. Wir müssen dieser Epidemie ein Ende setzen." Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, forderte den Senat auf, einer Verschärfung der Waffengesetze zuzustimmen. Die tödliche Epidemie der Waffengewalt verursache jeden Tag "zu viele Tragödien und gebrochene Herzen", erklärte sie.

Die Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris erklärte: "Ich habe es satt. Amerika hat es satt. Wir müssen handeln." Im republikanisch regierten Texas sind die Waffenregeln noch lockerer als in den meisten anderen Bundesstaaten. Auf Twitter wurde Gouverneur Abbott prompt mit einem Tweet vom Oktober 2015 konfrontiert. Damals hatte er geschrieben, er sei "beschämt" darüber, dass Texas bei der Statistik zu neuen Waffenkäufen USA-weit Platz zwei hinter Kalifornien belege. Seine Schlussfolgerung damals: "Lasst uns einen Zahn zulegen, Texaner."

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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