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Hinrichtung trotz Gnadengesuchs Texas vollstreckt Todesurteil

Christopher Young erschoss 2004 den Supermarktleiter Hasmukh Patel. Nun ist er dafür hingerichtet worden.

Christopher Young erschoss 2004 den Supermarktleiter Hasmukh Patel. Nun ist er dafür hingerichtet worden.

(Foto: AP)

2004 wird der Supermarktleiter und Familienvater Hasmukh Patel erschossen, der Täter zum Tode verurteilt. Patels Kinder versöhnen sich mit dem Mörder ihres Vaters und stellen ein Gnadengesuch. Doch ihre Mühe ist vergebens.

Der US-Bundesstaat Texas hat trotz eines Gnadengesuchs einen zum Tode verurteilten Mann hingerichtet. Christopher Young wurde am Dienstag um 18.38 Uhr für tot erklärt, wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte. Mitesh Patel, der Sohn des von Young getöteten Hasmukh Patel, hatte sich in den vergangenen Wochen beim Gouverneur von Texas vergeblich für eine Begnadigung eingesetzt.

Patel besuchte Young am Montag und beschrieb das Treffen als emotional aufwühlend für beide. Die letzten Worte des Verurteilten waren an die Familie des Opfers gerichtet: "Ich möchte sichergehen, dass die Patel-Familie weiß, dass ich sie liebe, so wie sie mich lieben."

Im November 2004 hatte Young unter Einfluss von Alkohol und Drogen Hasmukh Patel, den Leiter eines Supermarkts in der Stadt San Antonio, erschossen. Young, der einer gewalttätigen Gang angehörte, hatte nach eigenen Angaben nicht vor, den 50-Jährigen zu erschießen. Der Vorfall war von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden.

Neben dem Sohn des getöteten Marktleiters hatte auch eine von Youngs Töchtern die Behörden um Gnade für ihren Vater gebeten. Der Begnadigungsausschuss lehnte die Gesuche ab. Texas ist der US-Bundesstaat mit den meisten Hinrichtungen. Young war der achte Verurteilte, der seit Anfang des Jahres dort hingerichtet wurde.

Quelle: n-tv.de, psa/AFP

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