Panorama

Kreise mit Inzidenzen über 1700 Thüringen dominiert Infektionsgeschehen

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Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 389,2.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Lange Zeit stehen sächsische Landkreise in der Liste der deutschen Corona-Hotspots ganz oben. In den vergangenen Wochen bessert sich die Lage im Freistaat jedoch Stück für Stück. Nun grüßt der westliche Nachbar bei den Infektionszahlen von der Spitze.

Thüringen ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) das Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz in Deutschland. Das RKI gibt den Wert aktuell mit 1032,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an. Im Nachbarland Sachsen, das zuletzt stets die bundesweit höchste Inzidenz aufgewiesen hatte, liegt die Inzidenz dagegen "nur" noch bei 1024,5.

Im Freistaat Thüringen wurden laut RKI zuletzt 1477 neue Ansteckungen mit Sars-CoV-2 und neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet. In Sachsen kamen 4956 neue Fälle und 57 Todesfälle hinzu. Bundesweit hatten die Gesundheitsämter 21.743 Neuinfektionen sowie 116 Todesfälle gemeldet. Augenscheinlich fehlen jedoch Zahlen aus Niedersachsen.

Der Norden mit den niedrigsten Werten

Das RKI gibt die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland aktuell mit 389,2 an. Die niedrigsten drei Werte stammen allesamt aus dem Norden von Deutschland: Schleswig-Holstein weist eine Sieben-Tage-Inzidenz von 162,4 auf. Niedersachsen steht mit 163,4 nur unwesentlich schlechter da. Die Stadtstaaten Bremen (220,8) und Hamburg (231,6) gehören in der vierten Welle ebenfalls zu den Vorbildern. Ihre Werte sind etwa achtmal niedriger als in den schlimmsten Thüringer Hotspots.

Aktuell liegen laut dem RKI-Dashboard sechs der zehn Landkreise mit der höchsten Corona-Inzidenz in Thüringen. Für den Landkreis Hildburghausen wurde ein Wert von 1793,9 ausgewiesen, für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 1720,2 - nirgendwo in Deutschland gibt es höhere Werte.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten unabhängig von den fehlenden Daten einzelner Länder von einer merklichen Untererfassung der Fallzahlen ausgehen. Viele Gesundheitsämter und Kliniken in Hotspots sind seit Wochen überlastet und kommen mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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