Panorama

Dickes Lob an CDU-Politiker Til Schweiger ist Friedrich-Merz-Fan

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Til Schweiger stellt bei einer Pressekonferenz die bundesweite Kampagne "Die deutsche Entwicklungsarbeit wirkt" vor. Er bricht eine Lanze für Friedrich Merz als neuer CDU-Vorsitzender.

(Foto: picture alliance/dpa)

Til Schweiger wünscht sich nichts lieber, als Friedrich Merz als CDU-Parteivorsitzenden zu sehen. Nur er sei in der Lage, die AfD noch "in den Griff zu kriegen", so der Schauspieler. Die Begeisterung für den Politiker hält sich bei vielen Frauen allerdings in Grenzen.

Schauspieler und Regisseur Til Schweiger bricht eine Lanze für Friedrich Merz als neuen CDU-Vorsitzenden. "Wenn einer das Erstarken der AfD in den Griff kriegen kann, dann er!", sagte Schweiger der "Bild am Sonntag". Merz sei "jemand, der Klartext redet". Die Mehrheit der CDU-Mitglieder finde ihn "klasse". "Eigentlich müsste die CDU sagen: Das ist unser Mann! Ich sehe aber, dass versucht wird, ihn zu verhindern." Was genau er damit meinte, sagte er nicht.

Nach dem angekündigten Rückzug von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gelten neben Merz auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn als aussichtsreiche Kandidaten für die Nachfolge. Die Vorgänge in der CDU machen Schweiger Sorge: "Ja, weil es eigentlich reicht, dass sich schon eine Volkspartei zerlegt hat", sagte er mit Blick auf die SPD. "Wenn sich die andere, noch stärkere Volkspartei auch noch zerlegt, dann kann man sich ja an fünf Fingern abzählen, wer davon profitiert."

Friedrich Merz hat sich in der Vergangenheit allerdings nicht nur Freunde gemacht. Seine Späße, es sei "reiner Zufall, dass Tiefs im Augenblick Frauennamen haben" und der darin versteckten Anspielung auf CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer könnten ihn Sympathien bei Frauen gekostet haben.

Deutliche Kritik kam von der SPD. "Merz zeigt mit seinen frauenfeindlichen, ätzenden Kommentaren einmal mehr, dass nicht nur seine Scherze von vorgestern sind" sagte etwa Saskia Esken von der SPD. Der Generalsekretär der Sozialdemokraten, Lars Klingbeil, twitterte: "Was für ein Chauvi!" In einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL und ntv läge Merz als Kanzlerkandidat in der Beliebtheit etwa gleichauf mit Grünen-Chef Robert Habeck.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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