Panorama

SUV rast in Weihnachtsparade Todesfahrer in Wisconsin war wohl auf der Flucht

Im US-Bundesstaat Wisconsin rast ein Auto in eine Weihnachtsparade. Mindestens fünf Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. An eine Terrorattacke glauben die Ermittler nicht. Vielmehr vermuten sie, dass sich der Fahrer wegen eines anderen Vorfalls auf der Flucht befand.

Der Autofahrer, der im US-Bundesstaat Wisconsin in einen Weihnachtsumzug raste und dabei fünf Menschen tötete, war nach Polizeiangaben kurz zuvor in eine häusliche Auseinandersetzung verwickelt. Das sagte der Chef der Polizei von Waukesha, Dan Thompson. Demnach ist ein 39-Jähriger tatverdächtig. Thompson erklärte weiter, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Tat einen terroristischen Hintergrund habe. Konkretere Angaben machte er nicht. Der Polizeichef betonte zugleich, die Ermittler seien überzeugt davon, dass der Verdächtige alleine gehandelt habe.

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Polizisten inspizieren den Tatort in Waukesha.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Mehrere US-Medien berichteten, der Tatverdächtige befand sich möglicherweise nach einem anderen Vorfall auf der Flucht. Der Sender NBC, meldet, womöglich habe es sich dabei um einen Kampf mit einem Messer gehandelt. Gerichtsdokumenten zufolge geriet der 39-Jährige aus Milwaukee in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. So wurden ihm Gefährdung anderer, Verstöße gegen das Waffenrecht und ein Fall häuslicher Gewalt zur Last gelegt.

In Waukesha, einem Vorort der Großstadt Milwaukee, war am Sonntag ein Auto in eine vorweihnachtliche Straßenparade gerast. 48 Menschen seien verletzt worden, sagte Thompson. Fünf Menschen seien ums Leben gekommen. Die fünf Todesopfer seien alle Erwachsene.

US-Medienberichten zufolge haben die Ermittler bislang auch keinen Hinweis, dass der Vorfall in einem Zusammenhang mit dem am Freitag erfolgten Freispruch für den 18-jährigen Kyle Rittenhouse stand, der im August 2020 am Rande von Anti-Rassismus-Protesten in Kenosha in Wisconsin zwei Demonstranten erschossen und einen dritten Mann verletzt hatte.

Der Mann war am Sonntag mit einem roten SUV in eine Weihnachtsparade in der Stadt Waukesha im Großraum Milwaukee gerast. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, 40 Menschen wurden verletzt, unter ihnen zahlreiche Kinder. Ein Kinderkrankenhaus in Milwaukee teilte mit, insgesamt 18 Kinder im Alter von 3 bis 16 Jahren seien dort eingeliefert worden. Die Verletzungen reichten von Abschürfungen über Knochenbrüche bis hin zu schweren Kopfverletzungen.

Sechs der jungen Patienten seien noch am Sonntagabend operiert worden. Zwei Kinder seien später wieder entlassen worden, die restlichen 16 seien noch in Behandlung. US-Medien, darunter der regionale Ableger des Senders Fox News, meldeten unter Berufung auf Mediziner der Klinik, zehn Kinder seien auf der Intensivstation, sechs davon in kritischem Zustand.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/dpa

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