Panorama

Kalifornien und Oklahoma Todesschützen ermorden sechs Menschen

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Vier Tote und sechs Verletzte: Eine Gartenparty im kalifornischen Fresno endete blutig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einer Gartenparty in Kalifornien und vor einem Supermarkt in Oklahoma sterben insgesamt sechs Menschen durch Schüsse. Die Motive der beiden Todesschützen sind noch unklar, doch die USA haben wieder eine Gelegenheit mehr, die laxen Waffengesetze zu beklagen.

Die Menschen in den Vereinigten Staaten kommen nicht zur Ruhe. Schon wieder bestimmen Meldungen über Waffengewalt die Schlagzeilen. Im US-Bundesstaat Kalifornien sind vier Menschen bei einer Gartenparty von einem Unbekannten erschossen worden. Weitere sechs Personen seien nach ersten Ermittlungen durch Schüsse verletzt worden, teilte der stellvertretende Polizei-Chef Michael Reid in der Stadt Fresno mit. Bei den Todesopfern handele es sich um Männer asiatischer Abstammung im Alter von 25 bis 30 Jahren. Drei von ihnen seien noch am Tatort gestorben, ein weiterer später im Krankenhaus. Sechs weitere Personen seien verletzt worden. Auch bei ihnen handele es sich um junge Männer asiatischer Abstammung.

Der Schütze sei in einen Garten eingedrungen, wo eine Familie gerade ein Footballspiel angeschaut habe. Es hätten sich etwa 35 Personen auf dem Grundstück befunden. Auch mehrere Kinder seien dort gewesen, sagte Reid. "Gott sei Dank wurden keine Kinder verletzt." Er sprach von "sinnloser Gewalt".

Ein Motiv oder Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang nicht. Es sei auch unklar, wie viele Schüsse abgefeuert wurden und welche Art von Waffe zum Einsatz kam, sagte Reid. Auf die Frage, ob es sich womöglich um einen Fall von Bandenkriminalität handele, sagte er, derzeit gebe es darauf keinen Hinweis, es werde aber in alle Richtungen ermittelt. Die Befragung von Zeugen laufe noch.

Walmart-Parkplatz in Oklahoma: Auch mutmaßlicher Täter tot

Auch auf dem Parkplatz eines Walmart-Supermarktes in Duncan im US-Bundesstaat Oklahoma eröffnete ein Schütze das Feuer. Die Polizei in Duncan teilte auf Facebook mit, zwei Männer und eine Frau seien bei dem Vorfall ums Leben gekommen. Am Tatort sei eine Handfeuerwaffe gefunden worden. Der lokale Sender KSWO berichtete, unter den Toten sei auch der mutmaßliche Schütze. Das Motiv des Täters oder sonstige Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Im August hatte ein Schütze in einer Walmart-Filiale in El Paso im US-Bundesstaat Texas an der Grenze zu Mexiko das Feuer eröffnet und 22 Menschen getötet. Der mutmaßliche Täter ist wegen Mordes angeklagt. Ermittler behandeln diese Bluttat als inländischen Terrorismus. Sie gehen davon aus, dass der Todesschütze bei seinem Angriff vor allem Mexikaner töten wollte.

In den USA kommt es regelmäßig zu solchen bewaffneten Attacken. Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, deren Wahlbezirk in Kalifornien liegt, äußerte sich nach dem Vorfall in Fresno schockiert. "Genug ist genug", teilte sie mit. "Die tägliche Tragödie der Waffengewalt verursacht weiterhin Terror und Gewalt in den Gemeinden des Landes." Es müssten dringend schärfere Waffengesetze verabschiedet werden, mahnte sie. Die Republikaner dürften dies nicht länger blockieren. Nach dem Blutbad in El Paso in Texas und anschließend in Dayton im Bundesstaat Ohio nahm die Debatte über strengere Sicherheitsüberprüfungen für Waffenbesitzer in den USA zwischenzeitlich an Fahrt auf. Getan hat sich bislang jedoch nichts.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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