Panorama

Kann zu "Unfällen" führenTokio verbietet K-Pop-typische Frisur

20.07.2020, 08:14 Uhr
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Bands wie BTS haben den Haarschnitt salonfähig gemacht. (Foto: imago images/MediaPunch)

K-Pop-Bands haben den "Two Block"-Haarschnitt populär gemacht. Auch in Japan lassen sich Fans immer häufiger diese Frisur verpassen, zum Unmut der Erziehungsbehörde. Die verhängt jetzt an einigen Schulen sogar ein Verbot des Hairstyles - mit einer kuriosen Begründung.

In Japan rauft man sich die Haare über die "Two Block"-Frisur. Bei dem dank vieler beliebter K-Pop-Stars prominenten Hairstyle werden die Haare hinten und an der Seite kurz und oben auf dem Kopf lang getragen. Beeinflusst durch die südkoreanischen Bands erfreut sich die Frisur auch unter japanischen Schülern einiger Beliebtheit. In Tokio verbieten einige Schulen den Haarschnitt jedoch, wie die Tageszeitung "Mainichi Shimbun" am Montag berichtete.

Das Thema sorgt für Kontroversen, sodass sich selbst die Politiker damit beschäftigen. Ein Vertreter der Kommunistischen Partei im Stadtparlament wollte von der Erziehungsbehörde wissen, wieso manche Schulen den Haarschnitt nicht erlauben. Die Antwort klang haarsträubend: weil das zu "Unfällen" führen könne.

Ausdruck aufmüpfigen Benehmens

Es leuchtet sicher nicht jedem ein, warum eine Frisur zu Unfällen führen kann. Aber Regel ist nun mal Regel. Manche Schulen in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt verbieten es ihren Schülern auch, sich die Haare zu färben. Und wer von Natur aus nicht schwarze, sondern hellere Haare hat, muss bisweilen nachweisen, dass das seine natürliche Haarfarbe ist, wie japanische Medien berichteten.

Hintergrund für die Erwartung schwarzer Haarfarbe an öffentlichen Schulen ist offenbar, dass es seit den 70er- und 80er Jahren als Ausdruck aufmüpfigen Benehmens und schlechter Leistungen gilt, wenn sich Kinder die Haare färben. Andererseits ist es in ganz Japan auch unter Erwachsenen längst zur Mode geworden, sich die Haare zu färben.

Eine der bekanntesten K-Pop-Bands aus Südkorea ist BTS. Die Boygroup ist für ihre minutiös einstudierten Tanzchoreografien bekannt, und obwohl sie vor allem auf Koreanisch singen, haben die sieben Jungs Fans auf der ganzen Welt. BTS war die erste K-Pop-Gruppe, die Musikcharts in den USA und Großbritannien stürmte, außerdem spielten die Musiker vor ausverkauftem Publikum in Los Angeles, Chicago, Paris und London. Für diesen Sommer waren zwei Konzerte im Berliner Olympiastadion geplant, die aufgrund der Corona-Pandemie jedoch abgesagt werden mussten.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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