Klima zwischen USA und Kuba besserTourismus soll wieder starten
US-Unternehmen und die Behörden Kubas wollen in der kommenden Woche über einen möglichen Beginn des US-Tourismus in Kuba beraten.
US-Unternehmen und die Behörden Kubas wollen in der kommenden Woche über einen möglichen Beginn des US-Tourismus in Kuba beraten. Bei dem Treffen im mexikanischen Badeort Cancún wollen beide Seiten Möglichkeiten für Besuche von US-Bürgern in Kuba für den Fall erörtern, dass die seit Jahrzehnten verhängten Sanktionen gegen die kommunistische Insel aufgehoben werden sollten.
Kirby Jones von der US-Firma Alamar sagte vor der Presse in Havanna, durch US-Präsident Barack Obama habe sich das Klima zwischen den beiden Ländern verbessert. "Zumindest in der US-Wirtschaft gibt es die Hoffnung, dass sich möglicherweise etwas verändern wird", sagte Kirby. Obama hat seit seinem Amtsantritt einige Restriktionen für Exilkubaner in den USA zurückgenommen. Doch für ein Nachgeben bei den Wirtschaftssanktionen und dem Besuchsverbot für US-Bürger verlangt er von der kubanischen Führung politische Reformen.
Der Verband der amerikanischen Reise-Agenturen schätzt, dass zwei Jahre nach einer Aufhebung der Sanktionen rund 850.000 Amerikaner pro Jahr nach Kuba reisen werden. 2009 besuchten rund 2,5 Millionen Touristen die Insel, davon stammten 915.000 aus Kanada, 172.000 aus Großbritannien und 130.000 aus Spanien. Etwa 50.000 US-Amerikaner hätten ebenfalls Kuba besucht, hieß es. Sie seien über Drittländer und insbesondere über Mexiko eingereist.