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Privater Brief veröffentlicht Trifft Meghan ihren Vater bald vor Gericht?

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Meghans Eltern sind geschieden, ihr Vater lebt mittlerweile in Mexiko.

(Foto: picture alliance/dpa)

Meghans Vater ist für seine Negativ-Schlagzeilen bekannt, das Verhältnis zwischen Vater und Tochter angespannt. Doch schon bald könnten sich die beiden wiedersehen - vor Gericht. Dabei geht es um einen privaten Brief, den eine Zeitung ohne Erlaubnis der Herzogin veröffentlicht hat.

Im Streit um die Veröffentlichung eines privaten Briefes könnte Prinz Harrys Frau Meghan ihren Vater laut britischen Presseberichten demnächst vor Gericht wiedersehen. Meghan hatte im Oktober Klage gegen die Zeitung "Mail on Sunday" eingereicht, nachdem diese einen handgeschriebenen Brief von ihr an ihren Vater Thomas Markle veröffentlicht hatte. Bekannt gewordene Dokumente der "Mail on Sunday"-Anwälte deuten nun darauf hin, dass diese Markle als Zeugen in dem Verfahren heranziehen wollen.

Der Brief war von der Zeitung im August 2018 als angeblicher Beleg für das zerrüttete Verhältnis zwischen Meghan und ihrem Vater veröffentlicht worden. Meghan warf dem Verlag der Zeitung in ihrer Klage Missbrauch privater Informationen, Verstoß gegen das Urheberrecht und Verstoß gegen das Datenschutzgesetz vor. Ihre Anwälte argumentierten, die Veröffentlichung sei "Teil einer Kampagne dieser Mediengruppe, falsche und absichtlich herabwürdigende Geschichten über sie und ihren Ehemann zu veröffentlichen".

*Datenschutz

Flankierend zu der Klage hatte Prinz Harry einen offenen Brief veröffentlicht, in dem es hieß, die Zeitung habe in "absichtlich zerstörerischer Weise" bestimmte Absätze, Sätze und Wörter aus Meghans Brief weggelassen, um die "Lügen zu vertuschen", die das Blatt seit mehr als einem Jahr über Meghan verbreitet habe. Ziel sei es, die Leser der Zeitung zu manipulieren und Zwietracht zu säen.

Meghans Vater habe "ein gewichtiges Recht, seine Version zu erzählen"

In ihren nun bekannt gewordenen Dokumenten argumentieren die Anwälte der "Mail on Sunday", sie wollten sich in dem Verfahren auf Aussagen von Meghans Vater Thomas Markle stützen. Dieser habe schließlich "ein gewichtiges Recht, seine Version des Geschehens zu erzählen". Das Schwesterblatt "Daily Mail" meldete auf seiner Titelseite, Markle sei bereit, vor Gericht als Zeuge gegen die Vorwürfe seiner Tochter auszusagen.

Meghans Eltern sind geschieden, ihr Vater lebt mittlerweile in Mexiko. An der Hochzeit seiner Tochter mit Prinz Harry im Mai 2018 nahm er nicht teil. Kurz zuvor hatte Thomas Markle Negativ-Schlagzeilen gemacht, als er für gestellte Paparazzi-Fotos posiert hatte.

Harry und Meghan hatten vor einer Woche überraschend verkündet, dass sie sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und finanziell unabhängig werden wollen. Ihre Zeit wollen sie künftig zwischen dem Vereinigten Königreich und Kanada aufteilen.

Am Dienstag zeigte sich Meghan erstmals nach dieser Rückzugsankündigung in der Öffentlichkeit. Im kanadischen Vancouver besuchte sie eine Hilfseinrichtung für Frauen, wie auf der Website der Einrichtung veröffentlichte Fotos zeigen. Das Paar hatte zum Jahreswechsel sechs Wochen auf Vancouver Island verbracht, Meghan kehrte inzwischen dorthin zurück.

Quelle: ntv.de, can/AFP