Panorama

Mehr als 2100 Tote in den USA Trump gegen Quarantäne für New York

In den USA breitet sich das Coronavirus ungebremst aus. Das Land meldet die weltweit höchsten Infektionszahlen. Allein New York hat mittlerweile mehr als 800 Tote zu beklagen. Quarantäne-Überlegungen sind dennoch fürs Erste vom Tisch.

In den USA sind mehr als 2100 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität meldet 2147 Todesfälle. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen hat sich auf gut 122.000 erhöht. Sie liegt damit höher als in jedem anderen Land der Welt.

Besonders betroffen von der Corona-Pandemie ist der Bundesstaat New York mit mehr als 53.000 Infektionen und mehr als 800 Toten. Überlegungen, den Bundesstaat zusammen mit New Jersey und Connecticut unter Quarantäne zu stellen, sind aber vorerst vom Tisch. "Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein", schrieb US-Präsident Donald Trump bei Twitter. Auf Empfehlung seiner Coronavirus-Arbeitsgruppe und nach Beratungen mit den Gouverneuren der drei betroffenen Bundesstaaten habe er die Gesundheitsbehörde CDC aufgefordert, "strenge Reisehinweise" zu veröffentlichen.

Darin werden Einwohner von New York, New Jersey und Connecticut nun dazu angehalten, in den kommenden 14 Tagen auf nicht notwendige inländische Reisen zu verzichten. Dies gelte nicht für Arbeitnehmer beispielsweise im Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungsunternehmen oder in der Lebensmittelindustrie. Eine generelle Reisewarnung oder -beschränkungen für inländische Reisen sprach die Behörde nicht aus. Allerdings wurden Reisende aufgerufen, Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, sich anzustecken oder zur weiteren Ausbreitung des Virus beizutragen.

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New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hatte sich nach einem Treffen mit Trump irritiert über eventuelle Quarantänepläne gezeigt. Diese Maßnahme sei in dem Gespräch kein Thema gewesen, sagte Cuomo. "Ich weiß nicht, wie das rechtlich durchsetzbar sein sollte. Und ich weiß nicht, was man damit aus medizinischer Sicht erreichen würde." Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde unterdessen die für den 28. April angesetzte Vorwahl für die Präsidentschaftswahl verschoben. Die Wahl werde nun am 23. Juni stattfinden, erklärte Cuomo. Zehn weitere Bundesstaaten hatten ihre Vorwahlen ebenfalls bereits verschoben.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa