Panorama

Amphibienfahrzeug geht unter US-Marine erklärt vermisste Soldaten für tot

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Das verunglückte Fahrzeug sank wohl mehrere hundert Meter tief.

(Foto: REUTERS)

Vor der kalifornischen Küste sinkt ein Amphibienfahrzeug der US-amerikanischen Marine mit 16 Menschen an Bord. Zwei weitere Vehikel beobachten den Vorgang und können die Hälfte der Besatzung bergen. Nach den übrigen Soldaten wird tagelang gesucht - wohl vergeblich.

Drei Tage nach einem Unglück mit einem Amphibienfahrzeug vor der Küste Kaliforniens hat das US-Militär die Suche nach den acht Vermissten eingestellt. "Schweren Herzens habe ich beschlossen, die Such- und Rettungsbemühungen zu beenden", sagte der Leiter der Suchaktion, Christopher Bronzi. Das Militär gehe davon aus, dass die vermissten US-Soldaten tot seien.

16 Soldaten waren bei einer Übung nahe der Insel San Clemente vor der Südküste Kaliforniens am Donnerstag verunglückt. In das Amphibienfahrzeug drang Wasser ein, acht Soldaten konnten geborgen werden. Einer von ihnen wurde später für tot erklärt, zwei weitere schweben in Lebensgefahr.

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Die Amphibienfahrzeuge der US-Marine wiegen rund 26 Tonnen.

(Foto: REUTERS)

Laut einem Bericht der "New York Times" befand sich das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Weg von der Insel San Clemente zurück zu einem Schiff, das mehr als einen Kilometer vor der Küste lag, sagte General David Berger, Kommandant des Marinekorps, auf einer Pressekonferenz.

Zwei nahegelegene amphibische Angriffsfahrzeuge sahen, wie das verunglückte Fahrzeug sank und konnten seine genaue Position bestimmen, so Berger weiter. Nach den acht Soldaten, die nicht unmittelbar geborgen wurden war zunächst mit zahlreichen Schiffen und Helikoptern von US-Armee und Küstenwache gesucht worden.

Weil die Amphibienfahrzeuge rund 26 Tonnen wiegen, werde davon ausgegangen, dass das verunglückte Vehikel bis auf den Grund gesunken sei, sagte Generalleutnant Osterman laut "New York Times". Demnach fällt der Grund rund um die Insel rasch ab, so dass das Fahrzeug wohl mehrere hundert Meter tief sank.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP