Panorama

Wie in Hollywood US-Polizei sprengt Autoraser-Ring

imago0097919009h.jpg

Vin Diesel ist einer der Stars der US-Filmreihe "The Fast and the Furious" - und offenbar auch Vorbild für so manchen Freizeit-Raser.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Die Lage animiert den Landrat zu einem plastischen Vergleich: Wie im Film "The Fast and The Furious" sei die Lage in seinem Bezirk. Regelmäßig lieferten sich Hunderte Highend-Sportwagen Rennen auf den coronaleeren Straßen. Nun greifen die Beamten zu - nach Undercover-Ermittlungen.

Nach illegalen Straßenrennen mit Hunderten hochgezüchteten Sportwagen östlich von New York hat die Polizei zwölf Männer festgenommen. Die Wettkämpfe im Bezirk Suffolk auf der Insel Long Island erinnerten an die Filmreihe "The Fast and The Furious", sagte Landrat Steven Bellone. "Illegale Rennen gehören nach Hollywood", so Bellone weiter, "nicht auf die öffentlichen Straßen von Suffolk."

Laut der örtlichen Polizeichefin Geraldine Hart kamen die Ermittler den Fahrern nach einer "monatelangen Undercover-Operation" auf die Spur. Die Rennen seien meist spontan über soziale Medien organisiert worden. Seit Oktober rasten Hart zufolge rund 200 frisierte Autos bei insgesamt neun Wettkämpfen in verschiedenen Industriegebieten um die Wette.

Zehn "High-End-Sportwagen" habe die Polizei nun beschlagnahmt. Bei den illegalen Rennen waren viele Wagen laut Hart mit mehr als 160 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die Fahrer hätten ausgenutzt, dass auf den Straßen von Long Island wegen der Corona-Beschränkungen derzeit weniger Verkehr herrsche als üblich. Dennoch beschrieb Hart die Rennen als "extrem rücksichtslos". In den Industriegebieten, sagte sie, kämen schließlich noch immer viele Menschen täglich mit dem Auto zur Arbeit.

 

Das Phänomen der Corona-Rennen ist nicht auf die USA beschränkt. Bereits im März während des ersten Teil-Lockdowns hatte etwa der ADAC mit Unverständnis auf die neuen Fälle von Raserei reagiert. "Offensichtlich wird die ruhige Verkehrslage teilweise für Raserei missbraucht - das ist nicht hinnehmbar und in keiner Weise nachvollziehbar", hatte der ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.