Vorfall auf US-StützpunktUSA liefern Tatverdächtigen in Tötungsdelikt an Deutschland aus

Ein Angestellter einer externen Firma arbeitet auf einem US-Stützpunkt in Kaiserslautern. Anfang August 2024 wird er tot aufgefunden. Die Obduktion legt einen Tötungsverdacht nahe, schnell gibt es einen Tatverdächtigen. Doch der flieht in die USA - bis jetzt.
Die USA haben den Tatverdächtigen in einem Tötungsdelikt in einer Liegenschaft des US-Militärs nach Deutschland ausgeliefert. Der US-Amerikaner steht im Verdacht, Anfang August 2024 einen 63-jährigen Arbeitskollegen getötet zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte. Das Opfer habe als Angestellter einer externen Firma auf dem Areal des US-Militärs im Kaiserslauterer Stadtteil Vogelweh gearbeitet und war von seinem Vorgesetzten tot gefunden worden.
Zunächst sei der Grund für den Tod des Mannes nicht ersichtlich gewesen, berichtete die "Rheinpfalz". Bei der Obduktion hätten sich aber Hinweise auf Gewalteinwirkung ergeben.
Erste Ermittlungen führten demnach zu dem damals 28-jährigen Arbeitskollegen des Toten. Der Mann setzte sich aber ins Ausland ab und wurde nun auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern von den US-Behörden nach Deutschland überstellt. Den Ermittlungen zufolge seien "Spannungen zwischen Arbeitskollegen" das Motiv gewesen, hieß es. Der Vorwurf lautet auf Totschlag.
Vor dem Ermittlungsrichter habe der Beschuldigte von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Er befinde sich aktuell in Untersuchungshaft, hieß es.