Panorama

Verbrechen im Kreis AhrweilerÜber 1400 Männer geben nach Sexualdelikt DNA-Probe ab

25.01.2026, 18:48 Uhr
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Johannes-Stuermer-gibt-in-der-Sporthalle-eine-Speichelprobe-bei-der-zweiten-DNA-Reihenuntersuchung-ab-Nach-dem-Missbrauch-eines-siebenjaehrigen-Kindes-sind-mehr-als-2000-Bewohner-der-Region-zu-einem-DNA-Reihentest-geladen-Bereits-im-August-2025-hatte-es-eine-DNA-Reihenuntersuchung-der-Polizei-in-Oberduerenbach-gegeben-Die-zweite-Untersuchung-ist-vom-23-bis-zum-25-Januar-geplant
Über die DNA-Reihenuntersuchung sollen Erkenntnisse über gewisse Übereinstimmungen gewonnen werden. (Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als ein halbes Jahr nach dem sexuellen Missbrauch eines Kindes im Kreis Ahrweiler ist der Täter noch immer nicht gefasst. Nun sollen DNA-Untersuchungen in der Region den Durchbruch bringen. Hunderte Männer im Alter von 15 bis 65 Jahren nehmen teil.

Mehr als 1400 Männer haben am Wochenende eine Speichelprobe bei einer DNA-Reihenuntersuchung im Landkreis Ahrweiler abgegeben. Die Reihenuntersuchung ist Teil der Ermittlungen zum sexuellen Missbrauch einer Siebenjährigen im Juni 2025 in Oberdürenbach, wie die Polizei mitteilte. "Die bisherigen Ermittlungen haben leider nicht zur Ermittlung des Tatverdächtigen geführt", sagte Jürgen Fachinger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Koblenz, am Freitag. Die Reihenuntersuchung in Niederzissen begann am Freitag und wurde am Wochenende fortgeführt.

Über die DNA-Reihenuntersuchung sollen Erkenntnisse über gewisse Übereinstimmungen gewonnen werden. Denn bei dem DNA-Abgleich lassen sich den Angaben zufolge Verwandtschaftsverhältnisse bis zum dritten Grad erkennen. Bereits im August 2025 hatte es eine DNA-Reihenuntersuchung der Polizei in Oberdürenbach gegeben. Wie viele Männer damals teilnahmen, teilten die Beamten nicht mit.

Der Tatverdächtige sei vermutlich zwischen 30 und 35 Jahren alt, sagte Fachinger. Angeschrieben und zur DNA-Untersuchung eingeladen worden, seien jedoch Männer zwischen 15 und 65 Jahren, auch um mögliche Verwandte zu finden. Insgesamt seien den Angaben zufolge mehr als 2.000 männliche Personen aus zehn Ortschaften im Umkreis von Oberdürenbach eingeladen worden. Die Teilnahme an der Untersuchung ist freiwillig. "Mit ersten Ergebnissen zu dieser sehr aufwendigen Maßnahme, von der sich die Ermittlungsbehörden weitere Ermittlungsansätze erhoffen, ist in einigen Wochen zu rechnen", so die Polizei.

Ein siebenjähriges Mädchen soll im Juni 2025 in Oberdürenbach (Landkreis Ahrweiler) von einem Mann angesprochen und zu einem nahegelegenen Reitplatz gelockt worden sein. Seitdem sucht die Polizei nach dem Unbekannten. Weitere Details zum Tathergang will die Staatsanwaltschaft laut Medienberichten nicht bekanntgeben - sowohl um das Opfer zu schützen als auch aus ermittlungstaktischen Gründen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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