Panorama

2500 wegen Mord oder TotschlagMehr als 150.000 Haftbefehle sind offen

17.07.2026, 15:44 Uhr
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Ein-Beamter-der-Polizei-untersucht-gemeinsam-mit-einem-Zollbeamten-bei-Hofolding-Bayern-den-Inhalt-von-einem-PKW-den-Schleierfahnder-aus-dem-fliessenden-Verkehr-in-eine-Kontrollstelle-gezogen-haben
Manche der gesuchten Personen werden zufällig bei Auto- oder Grenzkontrollen gefasst (Archivbild). (Foto: picture alliance / dpa)

In Deutschland werden fast 150.000 Menschen mit Haftbefehl gesucht. Die Zahl nimmt im Vergleich zum Vorjahr kaum ab. Nur ein kleiner Teil von ihnen wird wegen Mordes oder Totschlags gesucht. Bei knapp 100 Personen handelt es sich um "Gefährder".

Fast 150.000 Menschen, gegen die ein Haftbefehl vorliegt, sind auf freiem Fuß - darunter auch fast 100 sogenannte "Gefährder". Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Demnach fahndete die Polizei zum Stichtag am 1. Juli nach 148.311 Menschen, gegen die ein nationaler Haftbefehl vorliegt.

Da gegen einzelne Personen zum Teil in mehreren Fällen gefahndet wird, ist die Gesamtzahl der offenen Haftbefehle mit 170.667 deutlich höher, bleibt im Vergleich zum Vorjahr jedoch fast konstant. 2025 wurden 148.515 Personen mit einem offenen Haftbefehl registriert.

94 Gesuchte sind "Gefährder"

Unter den Menschen, gegen die offene Haftbefehle vorliegen, sind auch 94 sogenannte "Gefährder". So werden Menschen bezeichnet, denen die Sicherheitsbehörden schwerere politische Straftaten zutrauen - etwa einen terroristischen Anschlag zu verüben.

Mit rund 15.000 Fahndungen betreffen den Angaben zufolge knapp neun Prozent Personen, nach denen wegen Gewalttaten gesucht wird - gegen die Mehrheit davon wegen gefährlicher Körperverletzung. Rund 2500 der Fahndungen sind Mord und Totschlag zuzuordnen.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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