Panorama

Vorfall in Buenos Aires Unbekannte überfallen US-Nobelpreisträger

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Rosbash und seine Begleitung blieben unverletzt.

(Foto: picture alliance / Bill Sikes/AP)

Gewaltverbrechen sind auf dem Campus der Universität Buenos Aires keine Seltenheit. Auch vor einem prominenten Gast wie US-Nobelpreisträger Michael Rosbash machen die Kriminellen nicht Halt - und erbeuten erstaunlich unmaterialistische Gegenstände.

Auf seinem Weg zur Annahme eines Ehrendoktortitels haben Unbekannte in Buenos Aires den US-Forscher Michael Rosbash in seinem Wagen überfallen. Der Nobelpreisträger wurde am Donnerstagmittag (Ortszeit) am Eingang der Universität Buenos Aires von zwei bewaffneten Männern angehalten, die seinen Pass und Arbeitsmaterial stahlen, wie die Hochschule mitteilte.

Berichten zufolge hatten die beiden Räuber das Heckfenster des Autos eingeschlagen, in dem Rosbash mit einem Begleiter unterwegs war, um an ihre Beute zu kommen. Sie flüchteten auf Motorrädern. Keines der beiden Opfer erlitt Verletzungen.

Rosbash, der 2017 den Nobelpreis für Medizin erhalten hatte, sollte in der Biologischen Fakultät einen Ehrendoktortitel entgegennehmen. Die Feier wurde auf den Abend verlegt, damit der Forscher in der US-Botschaft einen neuen Pass beantragen konnte. Die Universität beklagte in einer Mitteilung, dass Gewaltverbrechen dieser Art alltäglich auf dem Uni-Campus im Norden der argentinischen Hauptstadt geschehen. Rosbash hatte den Nobelpreis gemeinsam mit Jeffrey Hall und Michael Young für die Erforschung der Inneren Uhr des Menschen erhalten.

Quelle: n-tv.de