Panorama

Von 3G bis 2G plus Warn-App zeigt jetzt bei Kontrollen Status an

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Im Theater oder beim Einkaufen soll die neue Statusanzeige den 2G-plus-Nachweis erleichtern.

(Foto: picture alliance / photothek)

Ein Update der Corona-Warn-App soll Einlasskontrollen vereinfachen. Ab sofort kann das Tool den 2G-plus oder 3G-plus-Status seines Nutzers erkennen, indem es Impf- und Testzertifikate zusammenfasst. Nur bei Geboosterten fehlt der Anwendung noch eine kleine Auffrischung.

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist in einer neuen Version in der Lage, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einen Gesamtstatus zusammenzufassen. Das teilten die Betreiber der App, die SAP und Deutsche Telekom, in einem Blogeintrag mit. Die Version 2.16.1 war am Vormittag bereits im App-Store von Apple für das iPhone verfügbar. Für Android-Smartphones soll die Version bis zum Mittwochabend zur Verfügung stehen.

Kompass im G-Dschungel
  • 3G steht für vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet. Nach der 3G-Regel dürfen nur Personen bestimmte Orte besuchen, die eine vollständige Impfung oder eine Genesung oder einen negativen Test nachweisen können. Wenn die 3G-Regel gilt, sind als Tests Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests möglich. In Bus und Bahn darf die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Am Arbeitsplatz darf der Schnelltest bis zu 24 Stunden, der PCR-Test bis zu 48 Stunden alt sein.
  • 3G plus bedeutet, dass der Zutritt nur für vollständig Geimpfte oder Genesene oder Personen mit einem negativen PCR-Test gestattet ist. Ein negativer Antigen-Schnelltest reicht nicht aus.
  • 2G steht für vollständig geimpft oder genesen. Wenn die 2G-Regel gilt, dürfen nur Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind, den Ort oder die Veranstaltung besuchen. Ein negativer Corona-Test reicht nicht aus.
  • 2G plus umfasst nur vollständig geimpfte oder genesene Personen, die zusätzlich das negative Ergebnis eines Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests vorlegen können. Für Personen mit Auffrischimpfung (Booster-Impfung) entfällt die zusätzliche Testpflicht bei 2G plus. Ausnahmen gelten beim Zutritt zu Pflegeheimen und Krankenhäusern. Hier sollen zum Schutz der Bewohner auch Personen mit Booster-Impfung ein negatives Testergebnis vorlegen.

Damit die unterschiedlichen Zertifikate richtig zu einem Gesamtstatus zusammengefasst werden können, müssen die Details der Nachweise übereinstimmen. Das betrifft Daten wie das Geburtsdatum, sämtliche Vornamen und die Schreibweise des Namens. In der App werden dann vier verschiedene Kombi-Anzeigen dargestellt: "2G", "2G+", "3G" und "3G+". Nutzer der Corona-Warn-App (CWA) können über einen Schalter zwischen dem QR-Code des Impf- oder Genesenennachweises und dem Code des Testzertifikats wechseln, um etwa schnell und unkompliziert einen 2G-plus-Nachweis zu erbringen. Beide QR-Codes müssen vor Ort mit der CovPassCheck-App zusammen mit Vorlage des Personalausweises geprüft werden, wenn ein 2G-plus-Nachweis erforderlich ist.

Der Status "2G+" in der App besagt, dass die Person vollständig geimpft oder genesen ist und zusätzlich einen aktuellen negativen Test vorweisen kann. In der Warn-App müssen Nutzer für diesen Status ein Impf- oder Genesenenzertifikat hinterlegt haben und zusätzlich auch ein PCR- oder Schnelltestzertifikat, das maximal 72 beziehungsweise 48 Stunden alt ist.

Projektteam arbeitet an Sonderregel für Geboosterte

Aus Datenschutzgründen sei bei der Kontrolle der Zertifikate durch die CovPassCheck-App aber nicht ersichtlich, ob die Person ein Impf- oder Genesenenzertifikat hat. "Beim Scan der QR-Codes sehen die Kontrollierenden nur, ob das Zertifikat gültig ist oder nicht." Die Macher der App wiesen darauf hin, dass ihr Update in einem Punkt noch nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge ist: Geimpfte oder Genesene, die eine Auffrischimpfung (Booster-Impfung) erhalten haben, müssen nämlich laut Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern bei einer 2G-plus-Regelung momentan keinen aktuellen Test vorlegen. "Die CWA berücksichtigt diese Regelung in der Statusanzeige derzeit noch nicht. Das heißt, bei vorhandenem Impf- oder Genesenenzertifikat und Zertifikat der Auffrischimpfung zeigt sie noch nicht den 2G+-Status an. Das Projektteam arbeitet bereits daran, dass die CWA in Zukunft Zertifikate von Auffrischimpfungen entsprechend einbezieht."

Die CWA soll dazu beitragen, Infektionsraten mit dem Coronavirus einzudämmen. Sie registriert anonymisiert Personen, die sich für längere Zeit in einem Abstand von zwei Metern oder weniger befunden haben, als Risikokontakte. Bei der Luca-App werden gesichert Kontaktdaten der Besucher erfasst, die bei Bedarf dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt werden. Die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts wurde nach Angaben des RKI mittlerweile 40,7 Millionen mal heruntergeladen.

Kritik an Corona-Warn-App anlässlich der Omikron-Welle

Zur Warn-App hatte es zuletzt Bedenken gegeben, weil sie durch die grassierende Omikron-Variante zu schnell anschlage. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätzt das anders ein. "Die Corona-Warn-App tut jetzt ihren Dienst", sagte der Minister am Montagabend. "Gerade wenn es sehr viele Warnungen gibt, die dann zu Testungen führen, dann ist das ein ganz wichtiger Baustein zur Entschleunigung der galoppierenden Pandemie."

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 18. Januar 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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