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Reaktion auf Tod von Ehepaar Urlauber müssen Hotel in Ägypten verlassen

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Der Badeort Hurghada ist bei Touristen sehr beliebt.

(Foto: picture alliance / Christina Riz)

Ein britisches Ehepaar stirbt völlig unerwartet während seines Urlaubs in Ägypten. Während die Behörden eine natürliche Todesursache vermuten, erhebt die Tochter der Verstorbenen schwere Vorwürfe. Der Reiseveranstalter zieht Konsequenzen.

Nach zwei mysteriösen Todesfällen in einem Hotel im ägyptischen Badeort Hurghada hat der britische Reiseveranstalter Thomas Cook alle seine Gäste von dort ausquartiert. "Sicherheit ist immer unsere höchste Priorität, deswegen haben wir die Entscheidung getroffen, als Vorsichtsmaßnahme alle unsere Kunden von diesem Hotel wegzubringen", hieß es von dem Unternehmen. Zuvor war bekannt geworden, dass ein britisches Ehepaar während seines Aufenthalts in dem Hotel in Hurghada gestorben war.

Thomas Cook zeigte sich "zutiefst traurig" über den Tod seiner beiden Gäste. Die Todesursache sei noch unklar. Doch angesichts der ungewöhnlich vielen Erkrankungen unter den anderen Gästen habe sich das Unternehmen entschieden, als "Vorsichtsmaßnahme" alle Gäste aus diesem Hotel zu holen. Laut BBC sind von der Maßnahme 301 Urlauber betroffen, insgesamt seien 1600 Gäste in dem Hotel.

"Wir arbeiten weiterhin eng mit dem Hotel zusammen und unterstützen die Behörden bei ihren Ermittlungen", so der Reiseveranstalter. Thomas-Cook-Kunden in dem Hotel würden nun entweder anderweitig untergebracht oder hätten die Option, nach Hause zu fliegen. Die Sprecherin des betroffenen Steigenberger Aqua Magic Hotels, Salli Chattab, sagte, bei der Ausquartierung handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es gebe bislang keinen Beweis für einen unnatürlichen Tod des britischen Ehepaars.

Der Generaldirektor des Hotels, Dieter Geiger, hatte bereits am Dienstag an Reiseunternehmen geschrieben, für eine "angeblich gehäufte Zahl von Krankheiten im Hotel" gebe es keine Indizien. Aus dem ersten Arztbericht gehe hervor, dass es sich um eine natürliche Todesursache handle. Ein deutscher Tourist berichtete hingegen, er, sein Sohn und weitere Gäste seien an Durchfall erkrankt. Allerdings trat die Erkrankung bei ihm erst am Mittwoch und damit einen Tag nach dem Tod der Briten auf.

Tochter widerspricht Behörden

Der deutsche Reiseveranstalter Tui teilte mit, man habe die Präsenz in dem betroffenen Hotel erhöht, um für mögliche Fragen zur Verfügung zu stehen. Wenn ein Gast umziehen wolle, kümmere sich die Reiseleitung umgehend. Sowohl Thomas Cook als auch Tui betonten, das Hotel sei vor kurzem erst erfolgreich von Experten getestet worden.

Die Tochter des verstorbenen Paares, die ebenfalls zeitgleich in dem Hotel Urlaub machte, berichtete einem lokalen englischen Radiosender, ihre Eltern seien "fit und gesund" gewesen. "Dad ist nie ins Krankenhaus gekommen, er starb im Hotelzimmer vor meinen Augen. Ich bin mit Mum in einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren, wo sie verstarb", sagte Kelly Ormerod dem Sender 2BR. Es seien keine Gesundheitsprobleme ihrer Eltern bekannt gewesen. Nun werde eine Obduktion durchgeführt.

Der Gouverneur der Region am Roten Meer, Ahmad Abdallah, widersprach dieser Darstellung. Er sagte, der 69-jährige Mann und die 63-jährige Frau seien am Dienstag gestorben. Einen kriminellen Hintergrund schloss Abdallah aus. Der Mann sei wegen Erschöpfung ins Krankenhaus gekommen und dort gestorben, die Frau habe einen tödlichen Zusammenbruch erlitten, als sie vom Tod ihres Mannes erfahren habe.

Im Hotelzimmer der beiden seien viele Medikamente gefunden worden, etwa zur Behandlung von Blutdruck und von Diabetes. Vermutungen, die Todesursache könne mit einer defekten Klimaanlage oder mit dem Hotelessen zusammenhängen, schloss er weitgehend aus. Sonst hätten auch andere Gäste betroffen sein müssen.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/AFP

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