Panorama

Ermittlungen in Bremen Ursache für tödlichen Stromschlag gefunden

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Für den Arzt kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa/Nord-West-Media)

In einer Bremer Arztpraxis stirbt ein Mediziner durch einen Stromschlag, eine Mitarbeiterin und ein Feuerwehrmann werden verletzt. Doch warum standen die Türklinken überhaupt unter Strom? Zumindest das kann die Polizei jetzt beantworten.

Bei ihren Untersuchungen zu einem tödlichen Stromschlag in einer Bremer Arztpraxis sind die Ermittler fündig geworden. Demnach waren unsachgemäße Handwerksarbeiten die Ursache. Nach einer Sanierung hätten mehrere Türen in der Praxis unter Strom gestanden, teilte die Polizei mit. Frische Farbe habe die Metallrahmen zunächst isoliert. Als die Farbe jedoch abblätterte, sei die Isolation verloren gegangen.

Bei dem Vorfall vor knapp zwei Wochen erlitt zunächst eine 37-jährige Mitarbeiterin der Praxis einen Schlag, als sie die Klinken zweier benachbarter Türen berührte. Die Frau stürzte mit starken Schmerzen zu Boden, wurde aber nur leicht verletzt. Daraufhin fasste ein 53-jähriger Arzt, der das Geschehen mitbekommen hatte, ebenfalls beide Klinken an. Er erlitt einen tödlichen Stromschlag, auch eine Wiederbelebung blieb erfolglos. Während des Einsatzes in der Praxis in einem Ärzte- und Geschäftshaus hatten sich dramatische Szenen abgespielt. Bei der Reanimation des leblosen Arztes erlitt ein 32-jähriger Feuerwehrmann ebenfalls einen Stromschlag. Er musste wiederbelebt werden und kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik.

Zugleich mussten sich die Retter um acht Kinder kümmern, die sich in der Praxis aufhielten. Die Einsatzkräfte befürchteten, dass weitere Türen unter Strom stehen könnten. Deshalb retteten sie die Kinder mit einer Drehleiter über ein Fenster aus dem Raum, in dem diese sich befanden. In der Zwischenzeit brachten sie die eingeschlossenen Kinder dazu, sich von der Tür fernzuhalten.

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Unter anderem war außerdem die Tochter des verstorbenen Arztes in der Praxis anwesend und musste von einem Notfallseelsorger betreut werden. Auch mehrere weitere Menschen, die sich dort aufhielten, mussten von den Einsatzkräften versorgt werden.

Die Arztpraxis wurde daraufhin versiegelt, damit Experten die näheren Umstände untersuchen konnten. Die Polizei ermittele nun, welche Menschen bei der Sanierung im Winter welche Arbeit geleistet haben.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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