Panorama

27-Jähriger soll gestanden habenVerdächtiger nach Mordfall auf Kreta in Haft

15.07.2019, 18:36 Uhr

Nach dem Tod der Dresdner Wissenschaftlerin Suzanne Eaton auf Kreta nimmt die griechische Sonderkommission einen Mann fest. Der 27-jährige Kreter soll gestanden haben, die Forscherin umgebracht zu haben. Er soll psychisch gestört sein und aus sexuellen Motiven gehandelt haben.

Ein 27 Jahre alter Kreter soll gestanden haben, die 59 Jahre alte Wissenschaftlerin Suzanne Eaton aus Dresden getötet zu haben. Dies berichteten griechische Nachrichtenportale unter Berufung auf die Polizei. Eine Bestätigung der Behörden lag zunächst nicht vor, wie das Staatsradio berichtete.

Der Mann soll gesagt haben, dass die Hintergründe des Mordes sexuell gewesen seien. Er sei ein "Voyeur" und "erregt" worden, als er die Frau gesehen habe, berichtete das in der Regel gut informierte Nachrichtenportal "Cretalive.gr".

Der Mann sei in der Region als psychisch gestört bekannt, berichteten andere örtliche Medien. Der mutmaßliche Täter sei aufgrund von DNA-Tests festgenommen worden, die an seinem Wagen durchgeführt wurden. Demnach soll er zunächst das Opfer mit seinem Auto angefahren haben und es anschließend mit einem Messer verletzt haben, berichtete das Athener Nachrichtenportal "Skai.gr".

Leiche in einem ehemaligen Wehrmacht-Waffenlager

Der mutmaßliche Täter brachte die Frau nach der Tötung in eine Grotte, die die Wehrmacht während der deutschen Besatzung Kretas im Zweiten Weltkrieg als Munitions- und Waffenlager ausgebaut hatte, wie die Behörden mitgeteilt hatten. Die Ermittler gingen deswegen davon aus, dass der Täter aus der Region stammte.

Die Leiche der gebürtigen US-Amerikanerin Suzanne Eaton war am vergangenen Montag gefunden worden. Sie hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einer Wanderung aufgebrochen. Wanderer fanden die Leiche in der Grotte nahe der Ortschaft Maleme, achteinhalb Kilometer von Kolymbari entfernt. Eaton stammte aus Oakland im Bundesstaat Kalifornien. Sie arbeitete im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden.

Quelle: aeh/dpa

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