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Polizei ermittelt in Leverkusen Verunreinigung in Kita-Essen nachgewiesen

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Keines der Kinder hat von den verunreinigten Speisen gegessen. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

In Leverkusen sind Eltern schockiert. In einer Kita wurden in zwei Fällen verunreinigte Speisen nachgewiesen. Ermittlungen zufolge soll das Essen bewusst vergiftet worden sein. Einen Verdacht, wie das Essen verunreinigt wurde, gibt es bereits.

Nach zwei Fällen von verunreinigtem Essen in einer Leverkusener Kita hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Das betroffene Essen soll nach Reinigungsmitteln gerochen haben, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. "Es hat aber kein Kind jemals etwas davon gegessen."

Die Ermittler wollen nun herausfinden, wie die Mahlzeiten verunreinigt wurden und durch wen. Unklar sei noch, ob es sich tatsächlich um Reinigungsmittel gehandelt habe. "Das ist Gegenstand der Ermittlungen", sagte der Sprecher. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet.

Laboruntersuchung zeigt erste Ergebnisse

Nach Polizeiangaben war einer Küchenhilfskraft der Kita in zwei Fällen im Januar und Februar das komisch riechende Essen aufgefallen. Es sei an den Caterer zurückgegeben worden. Am 8. März sei dann eine Anzeige bei der Polizei eingegangen, seitdem werde ermittelt.

Nach Informationen der "Rheinischen Post" wird eine Mitarbeiterin der Einrichtung verdächtigt, die Speisen vergiftet zu haben. Das Untersuchungsprotokoll des Labors soll demnach ergeben haben, dass eine Paprikasauce große Mengen Tenside enthielt. Tenside sind Produktinhaltsstoffe von Reinigungsmittel. "Der qualitative Nachweis zeigt, dass es sich um eine gezielte Verunreinigung handeln muss", heißt es demnach im Laborbericht. Rückstände aus Spülmaschinen konnten vom Labor ausgeschlossen werden.

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Quelle: n-tv.de, vck/dpa

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