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Nikotin adé Viele Deutsche wählen Anti-Raucher-Hotline

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Bei der Anti-Raucher-Hotline gehen mehr Anrufe ein, als angenommen werden können.

(Foto: imago/PhotoAlto)

Der Trend geht weg vom Glimmstängel. Immer mehr Deutsche suchen telefonisch Hilfe, um das Rauchen aufzugeben - so viele, dass die Beratungsstellen nicht mehr hinterherkommen.

Die Rauchentwöhnungs-Hotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist so gefragt, dass sie nicht alle Anrufe annehmen kann. 13 Berater arbeiten für die Hotline. Sie können nach Angaben der Bundeszentrale nur rund 80 Prozent der eingehenden Anrufe beantworten. Derzeit gebe es etwa 5500 Anrufer monatlich, teilte die BZgA den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit. "Fast jeder dritte Anrufende ist jünger als 20 Jahre", sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss den Zeitungen.

Im Mai 2016 seien es noch rund 1000 Anrufer im Monat gewesen, hieß es. Damals war eine EU-Richtlinie in Kraft getreten, wonach auf Zigarettenpackungen sowohl Fotos von Gesundheitsschäden durch das Rauchen als auch die Nummer der Entwöhnungshotline abgebildet sein müssen.

Andrang auch bei anderen Beratungshotlines

Auf Initiative der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, soll wegen der starken Nachfrage 2019 eine halbe Million Euro in den Ausbau des Angebots fließen. "In Deutschland sterben jedes Jahr über 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens", sagte die CSU-Politikerin Mortler den Funke-Zeitungen. "Wer mit dem Rauchen aufhört, hat gute Chancen, einige Jahre länger zu leben als Raucher."

Auch andere Beratungshotlines stoßen dem Bericht zufolge auf großes Interesse. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" des Bundesfamilienministeriums in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben verzeichnet nach eigenen Angaben mehr als 100 Beratungen am Tag. Die Zahl habe sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Die Hotline "Schwangere in Not" für werdende Mütter, die ihre Schwangerschaft geheim halten müssen, ist den Angaben zufolge ebenfalls zunehmend gefragt. Zwischen Mai 2014 und Dezember 2017 zählte das Bundesfamilienministerium knapp 20.000 Beratungen unter dieser Nummer.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa

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