Panorama

Warnung vor Lava auf Sumatra Vulkan speit kilometerhohe Aschesäule aus

Rund 130 aktive Vulkane befinden sich in Indonesien. Der Sinabung im Norden der Insel Sumatra steht nun im Fokus: Mehr als fünf Kilometer misst die Aschesäule, die der Berg in den Himmel stößt. Die Sorge in der Region vor ähnlich verheerenden Auswirkungen wie in der jüngeren Vergangenheit ist groß.

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist der Vulkan Sinabung ausgebrochen. Er stieß eine mehr als fünf Kilometer hohe Säule aus Asche und Rauch aus, wie die Behörden in dem südostasiatischen Inselstaat mitteilten. Straßen und Häuser der kleinen Gemeinden in der Umgebung des Sinabung waren mit einer dicken Ascheschicht bedeckt. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Behörden warnten die Anwohner jedoch vor möglichen Lavaströmen.

Da die unmittelbare Umgebung des Vulkans im Norden von Sumatra schon in der Vergangenheit zur Sperrzone erklärt wurde, ist sie nicht bewohnt. Er ist seit einigen Tagen wieder aktiv, am Wochenende gab es bereits zwei kleinere Eruptionen. Dabei wurde Asche mehr als 4000 Meter hochgeschleudert.

Der 2460 Meter hohe Sinabung liegt 50 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Medan. Nachdem er rund 400 Jahre ruhig war, war er 2010 erstmals wieder ausgebrochen. Drei Jahre später folgte ein weiterer Ausbruch, seitdem ist der Vulkan wieder sehr aktiv. Zehntausende Menschen mussten dabei in Sicherheit gebracht werden. 2014 starben 16 Menschen bei einem seiner Ausbrüche, 2016 gab es sieben Tote.

Indonesien verzeichnet mit rund 130 Vulkanen die stärkste vulkanische Aktivität weltweit. Die mehr als 17.000 Inseln Indonesiens erstrecken sich entlang der Indisch-Australischen und der Eurasischen Kontinentalplatte und bilden so den "Ring of Fire". Auf diesem sogenannten Pazifischen Feuerring stoßen tektonische Platten aufeinander, sodass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.

Quelle: ntv.de, cri/AFP/dpa

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