Panorama

Detonationen wegen Kampfmitteln Wald in Brandenburg brennt - Fläche von 84 Fußballfeldern

292635191.jpg

Erst 20, dann 30, und schließlich 60 Hektar Wald brennen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Hitzewelle zieht über Deutschland. Da sind Waldbrände nicht ungewöhnlich. Während einer im Harz unter Kontrolle gebracht werden kann, kämpfen Feuerwehrleute in Brandenburg gegen einen Brand, der in einem Kampfmittelverdachtsgebiet ausgebrochen ist.

Südwestlich von Berlin ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer in einem Waldstück bei Treuenbrietzen (Brandenburg) habe sich bis zum Freitagabend auf etwa 60 Hektar ausgebreitet, berichtete die Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Andrea Metzler. Die Fläche entspricht 84 Fußballfeldern. Nach ihren Angaben waren Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Technisches Hilfswerk (THW) mit insgesamt 380 Kräften im Einsatz. Eine massive Rauchwolke sei bis in den Süden Brandenburgs zu sehen, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel.

Auch in der Nacht kämpfte die Feuerwehr weiter gegen den Brand. Die Arbeiten sollen nach Angaben von Engel auch am Samstag andauern. Der Einsatz der Feuerwehrleute könnte schwierig werden, weil es sich auch um Fläche im Kampfmittelverdachtsgebiet handele, erklärte er zudem. "Es ist bereits zu Detonationen gekommen." Darum könnten die Löscharbeiten nur vom Rand aus erfolgen. Engel geht davon aus, dass die Löscharbeiten am Samstag andauern werden. "Man kann nur hoffen, dass sich der Wind etwas legt." Es seien Flächen betroffen, auf denen es bereits 2018 gebrannt habe.

Der Katastrophenschutz warnte die Bevölkerung im Gebiet um Treuenbrietzen, Linthe und Niemegk, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Kreissprecherin beschrieb die Lage als dynamisch. "Der Wind dreht sich, es ist wieder sehr trocken", sagte Metzler. Bislang seien aber keine Ortschaften in Gefahr, betonte sie. Später am Abend vor der Nacht zum Samstag sagte sie, es sei windstill und man hoffe, dass das so bleibe. Die Bundesstraße 102 sei gesperrt worden wegen des Einsatzes.

Erinnerungen an Brand von 2018

2018 hatten in Treuenbrietzen mehrere Tage lang Flammen in dem Waldstück gewütet. Dabei waren rund 400 Hektar Wald zerstört worden. Aufgrund des Großbrandes mussten damals mehr als 500 Menschen ihre Dörfer verlassen.

Auch andernorts in Deutschland brannte es zu Beginn des Wochenendes, das ganz im Zeichen einer Hitzewelle stehen könnte. Ein Brand im Trecktal im Oberharz war zwar am Freitag unter Kontrolle, er drohte aufgrund der Trockenheit und der hohen Bodentemperaturen aber immer wieder aufzuflackern. Die Feuerwehr gehe davon aus, dass sie bis Sonntag zu tun habe, erklärte ein Sprecher des Polizeireviers Harz. Die betroffene, schwer erreichbare Fläche sei nach dem derzeitigen Stand 6,5 Hektar groß, das entspricht etwa neun Fußballfeldern.

Es seien zwei Hubschrauber mit Löschbehältern im Einsatz. In der Spitze waren den Angaben zufolge 140 Feuerwehrleute in Aktion, später noch rund 50. Die Hoffnung war, dass über Nacht, wenn die Temperaturen deutlich sinken, eine Brandwache ausreiche. Am Wochenende wird dann wieder mit besonders hohen Temperaturen gerechnet.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen