Panorama
Sonntag, 26. Juni 2016

Vor der Küste Tansanias: Weiteres MH370-Teil gefunden?

Einige Experten vermuten, dass das Wrack von MH370 nie gefunden wird, dennoch gibt es wieder Hoffnung: Ein auf der Insel Pemba angespültes Trümmerteil ist dafür verantwortlich. Die Untersuchungen laufen.

Vor der Küste Tansanias ist womöglich ein größeres Trümmerteil des seit mehr als zwei Jahren verschollenen Flugzeugs von Flug MH370 gefunden worden. Es werde derzeit untersucht, teilte Malaysias Verkehrsminister Liow Tiong Lai in Kuala Lumpur mit. "Wenn sich bestätigt, dass die Trümmer zu einer Boeing 777 gehören, werden wir ein Team zu weiteren Untersuchungen nach Tansania schicken", sagte er.

Datenschutz

Das auf der Pemba-Insel nördlich von Sansibar entdeckte Trümmerteil wäre das bisher größte des seit März 2014 vermissten Flugzeugs. Bereits in der vergangenen Woche waren Fotos davon in den sozialen Medien aufgetaucht.

Suche soll weitergehen

Das Flugzeug verschwand am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. Experten vermuten, dass die Maschine ihren Kurs änderte und im Indischen Ozean abstürzte.  Die Unglücksursache liegt noch völlig im Dunkeln. Im Frühjahr sind an den südlichen Küsten Afrikas sowie auf den Inseln La Réunion und Mauritius mehrere Teile gefunden worden, die nach Überzeugung der Ermittler zu dem Wrack gehören.

Die Fundorte sind zwar tausende Kilometer von der angenommenen Absturzstelle westlich von Perth an der australischen Küste entfernt. Aber Strömungsmodelle zeigen, dass Wrackteile von dort durchaus bis vor die Küsten Afrikas gespült worden sein könnten.

Angehörige der Insassen hatten erst kürzlich eindringlich gefordert, die Suche nach dem Wrack und den Opfern nicht aufzugeben. Für die Familien, deren Leben seit mehr als 800 Tagen in der Schwebe seien, sei ein Abbruch keine Option, erklärte die Angehörigen-Vereinigung Voice370.

Derzeit durchsuchen Experten ein rund 120.000 Quadratkilometer großes Gebiet westlich von Australien. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Juli abgeschlossen. Ermittler rechnen bereits damit, dass das Wrack der verschollenen Boeing möglicherweise unauffindbar bleibt.

Quelle: n-tv.de