Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Winter in Lauerstellung

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Was ist denn das? - Das sind Luftblasen, die sich im Eis einer zugefrorenen Wasserfläche befinden. Aufgenommen in den Herrenhäuser Gärten in Hannover.

(Foto: dpa)

Die neue Wetterwoche zieht etliche Register: Winter mit Schnee und Glätte zu Beginn. Dann eine Wetterberuhigung mit kalten Nächten und Sonne am Tag. Mit dem Aschermittwoch naht dann eine Milderung, die am Donnerstag auch zweistellige Werte bringt. Danach könnte die nächste Weichenstellung in Richtung Winter folgen. Allerdings bestehen dabei noch größere Unsicherheiten. Ein Durchbruch zum Frühling ist allerdings auch in der neuen Wetterwoche eher unwahrscheinlich.

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Dazu passt auch, dass das erste Februar-Drittel deutlich zu kalt gewesen ist. Etwas mehr als 1 Grad unter dem langjährigen Durchschnitt. Das lag natürlich an der trocken-kalten Festlandsluft, die gleichzeitig auch ganz ordentlich an der Sonnenbilanz gedreht hat. Besonders im Norden, aber auch im Westen. Dort gab es im Dezember und Januar zusammen zum Teil nur etwas über 30 Stunden Sonnenschein. Und diesen Wert hat der Februar bereits in den ersten 10 Tagen erreicht. Passend zum Sonnenzuwachs hielten sich - nach den teilweise viel zu nassen Wochen zuletzt - auch die Niederschläge in Grenzen. Im Februar sind im landesweiten Durchschnitt bislang keine 10 Liter pro Quadratmeter gefallen. Das entspricht in etwa 15% der durchschnittlichen Niederschlagssumme im Februar.

Nacht zum Montag

Die Nacht hat es in sich, zumindest wenn es ums Thema Glätte geht. Denn hinter der etwas milderen Luft, die am Sonntag kurz mal reingeschwappt ist, kommt der nächste Schwall Polarluft zu uns. In rund 5 Kilometern Höhe mit einer Temperatur von etwa minus 40 Grad. Und das heißt: die Schauerwilligkeit ist groß, ebenso die Gewitterneigung und Schnee oder Graupel fallen wieder bis runter ins Flachland. Außerdem geht es mit den Temperaturen runter auf 0 bis minus 4 Grad. Obacht also auf den Straßen und Wegen.

Dabei ziehen von Nordwesten her in der hochreichenden Kaltluft immer wieder Schnee- und Graupelschauer heran, die besonders Richtung Emsland und Nordsee von Blitz und Donner begleitet sein können. Auch starke bis stürmische Böen sind in Schauernähe drin. Generell stürmisch ist es an der See und auf den Bergen, wo es zudem zu Schneeverwehungen kommen kann.

Wo die stärksten Schneeladungen abgehen, ist schwer zu sagen, aber überall wo das passiert, sind auch in den tieferen Lagen einigen Zentimeter (5 bis 10 Zentimeter) mit entsprechender Glätte möglich. Am ehesten trocken bleibt es in den östlichen Landesteilen. Jedoch droht aufgrund der frostigen Temperaturen verbreitet Glätte.

Montag

Aprilwetter steht an. Immer wieder ziehen aus zahlreichen Wolken Schnee und Graupel begleitet von örtlichen Gewittern durch. Besonders an den Alpen schneit es auch mal länger. Dort sowie entlang der Mittelgebirge muss nach wie vor mit Straßenglätte gerechnet werden. Unterdessen gibt es auch noch ein paar Lichtblicke. Einerseits die östlichen Landesteile, die tendenziell am wenigsten von oben abbekommen. Und andererseits die Karnevalshochburgen von Düsseldorf über Köln bis runter nach Mainz sowie in den umliegenden Regionen. Denn der Regen lässt nach, ebenso der Wind und dann zeigt sich dort immer öfter die Sonne. Mehr als 4 oder 5 Grad werden es aber auch am Rhein nicht werden. Ansonsten sind es nasskalte minus 1 bis plus 4 Grad.

Dienstag und Mittwoch

Die Wetterberuhigung von Westen her setzt sich weiter durch. Damit ziehen die Temperaturen nachts mal wieder ordentlich an. Bevorzugt über Schnee geht es in den mäßigen (unter minus 5 Grad) oder strengen (unter minus 10 Grad) Frostbereich. Dafür können wir uns tagsüber immer häufiger auf die Sonne freuen. Denn es wird vielerorts freundlich oder sonnig und trocken. Mehrheitlich grau bleiben nur die Niederungen im Süden (beispielsweise Donau und Bodensee). Hier halten sich nämlich die Nebel- oder Hochnebelfelder sehr zäh. Die Temperaturen erreichen am Dienstag minus 2 bis plus 6 Grad. Am Mittwoch wird es 0 bis 7 Grad, wobei es im Dauergrau im Süden am kältesten und am Niederrhein am mildesten ist.

Donnerstag

Der nächste Wetterwechsel naht. Der Wind frischt auf und aus Westen und Südwesten kommen Regenwolken und mildere Luft. Die bringt am Oberrhein bis zu 12 Grad, während es im Osten maximal 2 bis 5 Grad werden. Und dort sind anfangs auch noch Flocken möglich.

Freitag und am Wochenende 

Ziemlich sicher bleibt es wechselhaft, denn ein starkes Hoch ist leider nicht in Sicht. Weniger sicher ist derweil der Blick auf die Temperaturentwicklung. In etwa 70 Prozent der Wettercomputer wollen eine nasskalte bis winterliche Variante. Die restlichen 30 Prozent prognostizieren ein eher mildes Temperaturniveau. Sehr unwahrscheinlich ist hingegen, dass es auch mal frühlingshafte Luft zu uns schafft. Gegen eine rasante Milderung sprechen übrigens auch die experimentellen Langfristvorhersagen des amerikanischen Wetterdienstes. Demnach bliebe der Februar zu kalt. Und auch der März und der April wären nach den aktuellen Berechnung eher zu kalt bis durchschnittlich temperiert.

Quelle: n-tv.de

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