Panorama

Erste Aufnahmen seit 14 Jahren Wrack der Titanic wird immer mehr zerfressen

Im Jahr 1912 prallt die Titanic auf einen Eisberg - und sinkt auf den Meeresgrund. Seitdem liegt der Luxusdampfer in 3800 Metern Tiefe. Nun gelingen Tauchern erstmals seit mehr als 14 Jahren neue Aufnahmen des Wracks. Sie enthüllen, wie es um das legendäre Schiff steht.

Zum ersten Mal seit mehr als 14 Jahren gibt es neue Aufnahmen von dem Wrack der Titanic. Teile des auf den Meeresgrund gesunkenen Luxusdampfer dürften demnach bald in sich zusammenbrechen. Mit fünf Tauchgängen gelang es einer Expeditionscrew, in 3800 Metern Tiefe Videos von dem Wrack zu machen, wie die Produktionsfirma Atlantic mitteilte. Bakterien, die sich durch die Schiffshülle fressen, Rost und Ozeanströmungen setzen dem Wrack demnach stark zu.

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Die neuen Aufnahmen zeigen den rapiden Verfall des Wracks.

(Foto: AP)

Auf den Fotos erkennt man einen mehrere Zentimeter dicken grün-grauen Belag. Die Taucher berichten, dass vor allem die Kabinen der Besatzung, darunter auch die Räume des Kapitäns, auf der Steuerbordseite stark betroffen seien. "Das ganze Deck auf dieser Seite bricht zusammen ... und die Zerstörung wird weiter fortschreiten", erklärte der Historiker Parks Stephenson der Produktionsfirma zufolge. "Die Badewanne des Kapitäns ist eines der Lieblingsmotive für Titanic-Liebhaber, aber die ist jetzt weg." Die neuen Aufnahmen sollen für einen Dokumentarfilm genutzt werden, wie Atlantic Productions erklärte.

Victor Vescovo, der eines der für die Tauchgänge genutzten U-Boote gesteuert hat, sagte demnach: "Es ist ein großes Wrack, ich war nicht darauf vorbereitet, wie groß es ist. Es war außerordentlich, es komplett zu sehen." Die Crew habe während eines Tauchgangs auch einen Kranz abgelegt, um der Opfer zu gedenken, erklärte die Firma.

Der Untergang der "Titanic" ist die wohl bekannteste Katastrophe der Seefahrt: Nach der Kollision mit einem Eisberg auf seiner Jungfernfahrt von Southampton in England nach New York sank der Luxusdampfer in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912. Rund 1500 der mehr als 2200 Menschen an Bord kamen ums Leben. Das Wrack war 1985 südöstlich der kanadischen Provinz Neufundland auf dem Grund des Atlantischen Ozeans entdeckt worden.

Quelle: n-tv.de, aeh/dpa

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