Panorama

Corona in Thüringer Pflegeheim Zahl der Toten steigt auf 18 - Angehörige gegen Impfung

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18 Bewohner des Thüringer Pflegeheims haben den dortigen Corona-Ausbruch nicht überlebt.

(Foto: imago images/Robert Poorten)

In einem Thüringer Seniorenheim rieten nach Angaben des zuständigen Landratsamtes etliche Angehörige den Bewohnern von der Corona-Impfung ab. Bei einem Ausbruch der Krankheit hat dies fatale Folgen: Von inzwischen 18 Toten hatten nur vier den doppelten Impfschutz.

Insgesamt 18 Menschen sind nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Rudolstadt gestorben. Bei 14 von ihnen bestand kein vollständiger Impfschutz, wie das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt mitteilte. Nur eine Person habe demnach drei Impfungen erhalten, drei weitere waren doppelt geimpft.

Bei einer ersten Meldung von vergangener Woche hatte das Landratsamt berichtet, dass Angehörige von Heimbewohnern diesen von der Impfung abgeraten hatten. Damals waren sieben Tote gezählt worden. Von 141 Heimbewohnern war rund ein Drittel nicht geimpft, hieß es in der Mitteilung vom Freitag.

Behauptungen in sozialen Netzwerken, wonach die Todesfälle in Zusammenhang mit einer Booster-Impfung stünden, widersprach das Landratsamt und verwies auf den Anteil der Ungeimpften unter den Todesfällen. Auch habe es genügend Impfmöglichkeiten für die Bewohner von Pflegeeinrichtungen gegeben. "Die Nicht-Impfung ist in diesen Fällen also eine bewusste Entscheidung der Bewohner beziehungsweise von deren Angehörigen und Betreuern und liegt nicht an Terminengpässen in der Impfstelle", hieß es.

Quelle: jwu/dpa

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