Panorama

Staus, Flugausfälle, Megahitze Zehntausende Urlauber erwartet Chaos

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Auf mehreren Autobahnen brauchten Reisende heute viel Geduld.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit Bayern geht auch das letzte Bundesland in die Sommerferien. Statt aber entspannt in den Urlaub zu fahren, sitzen viele Bundesbürger auf Autobahnen oder Flughäfen fest. Dazu tragen in diesem Jahr auch diverse nicht vorhersehbare Pannen bei.

Seit heute sind die Schüler bundesweit in der Sommerpause. Bayern war das letzte Bundesland, in dem die großen Ferien anfingen. Für Zehntausende Bundesbürger startete der Sommerurlaub allerdings mit Stress und blanken Nerven.

Auf dem zweitgrößten deutschen Flughafen in München begann der erste Reisetag mit einem Chaos: Im Terminal 2 drang eine Frau unkontrolliert in die Sicherheitszone ein, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. In der Folge lag das Terminal mehr als sieben Stunden lahm. 200 Flüge fielen nach Angaben eines Flughafensprechers aus, 60 Maschinen verspäteten sich. Nach der Frau wurde mit einem Foto gefahndet, inzwischen ist sie identifiziert. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, wurde die rund 40-jährige Frau allerdings nicht festgenommen.

Zudem waren die Autobahnen A9 und A10 am Dreieck Potsdam komplett gesperrt. In glühender Hitze bildeten sich Staus. Ein Gasleck unweit des Waldbrandes bei Potsdam führte zu der zeitweiligen Sperrung im Umkreis von rund 1000 Metern wieder auf.

Auch auf anderen Fernstraßen quälten sich Autofahrer in Staus und stockendem Verkehr. Vor allem die Autobahnen in Richtung Süden waren voll, wie eine ADAC-Sprecherin sagte. Auf der A9 von Nürnberg in Richtung München, auf dem Münchner Autobahnring A99 und der Salzburger Autobahn A8 bildeten sich schon morgens lange Staus. Auf der A3 bei Passau kam es zu kleineren Unfällen. Urlauber standen in bis zu zehn Kilometer langen Blechkolonnen. Außerdem waren Rastplätze überfüllt, die Warteschlange an einer Tankstelle reichte bis zurück auf die Autobahnspur.

Auch Baden-Württemberg erlebte sein erstes Ferienwochenende des Sommers mit Staus und Unfällen auf den Autobahnen. Das erwartete Verkehrschaos blieb bis zum Mittag aber aus, wie der Verkehrswarndienst in Stuttgart mitteilte. "Der Verkehr läuft recht flüssig", sagte ein Sprecher. Der Flughafen Stuttgart warnte vor Hochbetrieb und forderte alle Passagiere auf, möglichst zwei Stunden vor Abflug am Airport zu sein.

In Düsseldorf blieben vier Flugzeuge mit den Zielen Las Palmas, Abu Dhabi und Kayseri am Freitagabend am Boden. Nach Angaben des Flughafens hatten sich mehrere Mitarbeiter einer Abfertigungsfirma krank gemeldet. Die betroffenen Passagiere seien über Nacht in Hotels untergebracht worden oder vorübergehend wieder nach Hause gefahren, sagte ein Flughafen-Sprecher. 60 Menschen hätten in Notbetten im Terminal übernachtet.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa