Panorama

In Kölner Mehrfamilienhaus Zivilfahnder heben illegales Bordell aus

118827643.jpg

Wie so viele können auch Prostituierte gerade nicht ihrem Gewerbe nachgehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Zeiten von Corona ist vieles verboten - so auch das Betreiben und der Besuch von Bordellen. In Köln will dies ein 28-Jähriger nicht hinnehmen und heuert mehrere Prostituierte für einen illegalen Betrieb an. Bis ihm Zivilfahnder zufällig auf die Schliche kommen.

Polizisten haben in Köln-Deutz ein illegal betriebenes Bordell aufgespürt und stillgelegt. Dort hatte ein 28-Jähriger in einem Mehrfamilienhaus entgegen der Corona-Schutzverordnung sechs Prostituierte arbeiten lassen. Sie und ein anwesender Freier wurden ordnungsbehördlich belangt.

Der Betreiber muss sich strafrechtlich verantworten, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Zivilfahnder hatten das Bordell in dem Wohnhaus zufällig bei Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt entdeckt. Der Vorfall eignete sich bereits am Freitag.

Wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet, hatte der 28-jährige Hauseigentümer über eine Internetplattform seine Mieterinnen angeworben. Diese inserierten dann im Netz ihre Dienste.

Erst am Samstag war bekannt geworden, dass in Bayern zwei Friseursalons heimlich ihre Dienste angeboten hatten. Die Kunden saßen in den Kellern von Wohnungen, beide Friseure waren professionell ausgestattet. Den Kunden wird vorgeworfen, in Corona-Zeiten gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen zu haben.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa